Archiv für die Kategorie ‘Essen und Trinken’

Pessach – פסח

Veröffentlicht: 2010/03/26 in Essen und Trinken

Einiges darüber berichtet habe ich ja schon und nachlesen könnt ihr es hier im Blog. Wer noch mehr wissen möchte, kann sich im Talmud gut und ausführlich informieren.

Was für uns Frauen jedoch die zentrale Frage ist: “Was kochen wir” 🙂

Ja jetzt werden einige schmunzeln, aber gerade diese Frage ist an den Feiertage unheimlich wichtig. Natürlich kommt Fisch und Huhn zu Pessach auf den Tisch. Das ist nicht die Frage. Aber wie bereitet man es zu. Ich habe von einer lieben Freundin einen Link bekommen, in dem wirklich verführerische Rezepte sind.

Mimi wurde in den US geboren und lebt seit über 33 Jahren in Israel. In ihren Rezepten verbindet sich die traditionelle jüdische Küche mit dem modernen Israel.

Also wer Lust hat, kann ja mal rein schauen: Miriam Kresh’s Rezepte kann ich nur zum Nachkochen empfehlen. Wer Probleme mit dem Umrechnen der Maßeinheiten hat, hier noch ein nützlichen Link.

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Wie immer gibt es bei uns eine Vielzahl von traditionellen Gerichten, aber vornehmlich wird es Milchspeisen geben. Denn der numerische Wert des Wortes Chalaw (Milch) ist die Zahl 40 und Moses musste 40 Tage am Berg Sinai warten, bevor er die Gebote erhielt.

Kuchen in der Form der Gesetzestafeln oder kegelförmige Gebäcke, die den Berg Sinai darstellen sollen, gehören unbedingt dazu.

 

Milchige Lokschenkugel (Nudelkugel mit Quark und Äpfeln)

Zutaten:

3 Eigelb und 3 Eiweiß

2 Tassen Quark

3 EL Zucker

¾-1 Tasse Milch

3 EL Butter oder zerlassene Magarine

1 Tasse Rosinen

6 kleingeschnittene Pflaumen

5 geschälte und geriebene Äpfel

400g dünne gekochte Nudeln

2 Löffel Zimt

6 Löffel Zucker

Zubereitung:

In einer großen Schüssel Eigelb mit Zucker rühren, nach und nach Quark, Milch, zerlassene lauwarme Margarine oder Butter, Äpfel, Rosinen und Pflaumen hinzufühgen. Alles gut vermengen. Gekochte, abgetropfte Nudeln zugeben und zum Schluß steifen Eischnee unterheben. In die gefettete Form füllen, die Oberfläche ausgiebig mit dem Zucker-Zimt-Gemisch bestreuen und mit zerlassener Butter beträufeln. 30 bis 40 Minuten bei 150 Grad Celsius backen. (reicht für 6 bis 8 Personen)

 

Rugelach

Zutaten:

100- 150 gr Butter

100-150 gr Frischkäse (Philadelphia o.ä.)

4 dl Mehl

3 dl Zucker

ein bisschen Salz

Rosinen und gehackte Nüsse oder Marmelade (für die Füllung)

Das ganze zu einem glatten Teig verkneten und etwas kalt stellen.

Zubereitung:

Den Teig ausrollen, einen grossen Kreis ausschneiden und den Kreis unterteilen wie Tortenstücke. Auf das dicke Ende etwas Füllung geben und dann von da aus aufrollen. Dann noch mit Eigelb einpinseln und dann das ganze in den Ofen bei 180 Grad 20 -25 min backen.

 

 

Noch mehr tolle Rezepte Findet Ihr hier.

Also schöne Feiertage!!!

 

Mehr Infos zu Shavuot findet Ihr hier.

Wie immer zu den Feiertagen gibt es traditionelle Gerichte.

Sufganiot

Sufganiyah (Hebrew: סופגנייה‎; plural, sufganiyot: סופגניות) ist eine typische Speise für Chanukka, im Deutschen hat sich eingebürgert Sufganiot zu sagen 🙂

  • 1 kg Mehl (Vollkornmehl)
  • Eine dreiviertel Tasse Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel Cognac
  • 1/2 Tasse Olivenöl
  • 60 g Hefe

Hefe in warmem Wasser und Zucker auflösen und 15 min. stehen lassen. Alle anderen Zutaten unterheben und mit dem Mixer zu einem geschmeidigen Teig verrühren. Den Teig zugedeckt 1 Stunde gehen lassen. Teig auf bemehlter Fläche 1 ½ cm dick auswallen und Kreise ausstechen. Diese nochmals 30 min. aufgehen lassen.
Sufganiot frittieren (umdrehen nicht vergessen!) oder im Backofen 20 Minuten lang bei 160 Grad backen.

Die Füllung wird hinterher reingespritzt. Besonders gut schmeckt eine Dattel – Apfel – Füllung, man kann aber auch jede Art von Marmelade verwenden.
Hinterher mit Puderzucker bestreuen

 

Latkes לטקעס, hebr. לביבות Levivot

Chanukka ist aber auch der Feiertag, an dem die bescheidene Kartoffel königlichen Status erlangt, werden doch in fast jedem jüdischen Haushalt Unmengen an Kartoffelpfannkuchen serviert.

  • 12 grosse Kartoffeln, geraffelt
  • 3 mittelgrosse Zwiebeln, geraffelt
  • 4 Eier, leicht geschlagen
  • 5 Esslöffel Mehl, oder mehr, je nach Bedarf
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • Öl fürs Braten

Mit einem sauberen Tuch presse man so viel Flüssigkeit wie möglich aus den Kartoffeln (je mehr Flüssigkeit entnommen werden kann, desto besser werden die Latkes). Auf gleiche Weise mit den Zwiebeln verfahren.

Alle Zutaten, das Öl ausgenommen, werden dann von Hand gut vermischt, großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer schweren Bratpfanne wird viel Öl erhitzt (mindestens 2,5 Zentimeter). Von Hand einzelne Pfannkuchen bilden, und sobald das Öl heiß genug ist, gibt man so viele Latkes in die Pfanne, dass diese einerseits fast voll wird, während andrerseits darauf geachtet wird, dass die einzelnen Exemplare durch Zwischenräume getrennt bleiben. Sind die Latkes auf der einen Seite schön braun, werden sie gewendet und so lange gebraten, bis sie auf beiden Seiten gebräunt und am Rand knusprig sind.

 

Be’teiawon und Guten Appetit!

 

Neben diesen in Öl gebratene Speisen, die an das Öl erinnern, das im Tempel gefunden wurde und für acht Tage reichte, gibt es noch Anderes, was wirklich auch gut schmeckt.

Auf ein anderes Ereignis aus jenen Zeiten beziehen sich die Käsegerichte. Sie werden zur Erinnerung an die Heldentat der schönen Judith genossen, die von Holofernes, dem Feldhauptmann Nebukadnezars, begehrt wurde. Judith aber war nicht nur schön, sondern auch klug. Sie setzte Holofernes gesalzenen Käse vor, und nachdem er seinen Durst mit zahlreichen Bechern Wein gelöscht hatte und in tiefen Schlaf versunken war, schlug sie ihm das Haupt ab. Sie brachte es nach Jerusalem und zeigte es seinen Soldaten. Die wurden von Grauen erfasst und flohen bis auf den letzten Mann.

Rezepte zu Halloween

Veröffentlicht: 2008/10/31 in Essen und Trinken
     
  Wer nun seine Jack O’Lanterns fertig hat, der kann aus dem Kürbisfleisch eine Menge kulinarische Köstlichkeiten machen. Hier meine persönlichen Lieblingsrezepte: 

Kürbissuppe

Zutaten:

1 mittelgroßer Kürbis

4 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 EL Butter / Öl

Basilikum

1 kl. Brühwürfel

250g Sahne

250g Schmand

geröstete Kürbiskerne (wer mag)

Muskat, Salz, Pfeffer, Chili

Zubereitung:
Kürbisfleisch und Kartoffeln in grobe Würfel schneiden. Zwiebeln fein würfeln und mit gepresstem Knoblauch in Butter andünsten. Dann das Kürbisfleisch und  die Kartoffeln hinzugeben.
Mit Wasser ablöschen. Brühwürfel hinzugeben und köcheln lassen bis alles gar ist.

Dann pürieren, Sahne hinzugeben und abschmecken mit Muskat, Chili, Salz und Pfeffer.
Schmand unterrühren und vor dem servieren mit den Kürbiskernen und Basilikum bestreuen.

 

Kürbisbrot (ideal für teuflisch scharfe Aufstriche)

Zutaten:

500 g Kürbisfleisch, ca.

1 walnussgroßes Stück frischen Ingwer

1 unbehandelte Zitrone

50 g Kürbiskerne

500 g helles Dinkelmehl(Typ 630)

1 Würfel frische Hefe

2 TL Zucker

3 TL Salz

Öl oder Butter für die Kastenform

Zubereitung:

Kürbisfleisch in Würfel schneiden. Mit 100ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Min. kochen, bis der Kürbis weich ist.
Dann den Kürbis absieben und den Sud auffangen. Den Kürbis pürieren und den Ingwer fein hacken. Die Zitrone fein abreiben und die Kürbiskerne fein hacken.
Das Mehl in eine Schüssel sieben und die Hefe zerbröselt hinzugeben. Das Ganze mit ca. 5 EL von dem Kochsud anrühren. Mit Kürbispüree, Ingwer, Zitronenschale, Kürbiskernen, Salz und Zucker gut durchkneten.
Den Teig zugedeckt und an einem warmen Ort etwa 45 Min. gehen lassen. Die Form fetten, mit Mehl bestäuben und den Teig hineinfüllen. Alles noch mal ca. 15 Min. gehen lassen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen und das Brot dann ca. 40 Min., bei Umluft 160°C, auf mittlerer Schiene backen.
Wer möchte kann es vorher den Teig noch mit etwas Wasser bepinseln und mit ganzen Kürbiskernen betreuen.

 

"Chili con Kürbis"

Zutaten:

5 orangefarbene Hokkaido-Kürbisse (á ca 1,2 Kg)

1 Zwiebel (ca 80 g)

2 Knoblauchzehen

1 Stange Staudensellerie (ca 120 g)

2 rote Chilischote

600 g Rinder- / Lammhackfleisch

1 Dose geschälte Tomaten 

1 Dose Kidneybohnen (425 ml)

1 EL Öl

Zubereitung:

Einen Kürbis vierteln, entkernen und schälen. 600 g Kürbisfleisch würfeln.
Von den übrigen 4 Kürbissen den Deckel abschneiden. Mit einem scharfen Messer Zacken in den Rand schneiden (zur Dekoration)

Zwiebel und Koblauch schälen und fein würfeln. Staudensellerie waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Chili waschen, entkernen und fein würfeln.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Sellerie, Knoblauch und Chili darin andünsten. Hackfleisch zufügen und krümelig anbraten. Tomaten etwas zerkleinern und zum Hack geben. Aufkochen und Kürbisfleisch dazugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
Inzwischen Kidneybohnen in ein Sieb gießen, kurz abspülen und abtropfen lassen und ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit unter den Hacktopf mischen.


Hacktopf in die verzierten Kürbisse geben und servieren.

 

Und dazu darf natürlich nicht der Kürbiskompott fehlen, den man aber schon ca. 1 Woche vorher fertig gestellt haben sollte. 🙂

Kürbiskompott süßsauer

Zutaten:

4 kg Kürbis

1 Liter Wasser

1/2 Liter Obstessig

750 g Südzucker Feinzucker

etwas Schale einer unbehandelten Zitrone

2 Stangen Zimt

1 Teelöffel Gewürznelken

1 Stück Ingwer

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, entkernen und in große Würfel schneiden. Die restlichen Zutaten aufkochen. Die Kürbisstücke darin portionsweise 10 Minuten kochen und dann mit einer Schaumkelle in die Gläser füllen. Danach die Flüssigkeit weitere 5 Minuten kochen lassen. Anschließend durch ein Sieb über die Kürbisstücke gießen, so dass sie mit Flüssigkeit bedeckt sind. Zimtstangen, Nelken und Ingwer auf die Gläser verteilen. Diese mit angefeuchtetem Gummiring, Deckel und Klammer verschließen.

Wer keinen Einmachtopf hat, kann auch die Fettauffangschale des Backofens benutzen.
Diese ca. 1 cm hoch mit Wasser füllen. Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Sobald in den Gläsern Perlen aufsteigen, den Backofen abschalten und 30 Minuten sterilisieren.

 
     

Rosch haSchanah / Rezepte

Veröffentlicht: 2008/09/29 in Essen und Trinken

Das jüdische Jahr hat viele Feiertage, jeder hat eine spezielle Bedeutung, einen bestimmten Ablauf, viel leckeres Essen und schöne Lieder.

Alle Tage des Jahres, also auch Feiertage und der Shabbat beginnen am jeweiligen Abend zuvor. Die Begründung hierfür finden man im Sefer Bereshith (1.Buch Mose): Vajehi Erew vajehi Boker, Jom ehad… Original übersetzt heißt es: "Es ward Abend, es ward Morgen, ein Tag…". (Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag)

Also morgen Abend  fängt nun Rosch haSchanah (übersetzt: der Kopf des Jahres) 5769 an und dazu gibt es jede Menge in der Küche und im Haus zu tun.

Ich habe mal einige Rezepte zusammengetragen, die wirklich gut schmecken und jeweils für den Feiertag typisch sind.

Lekech – Traditioneller Honigkuchen

3 Eier
1 1/3 Tassen Honig
1 ½ Tassen Zucker
1 Tasse starker schwarzer Kaffee
3 Teelöffel Backpulver
2 Esslöffel Margarine
4 Tassen Mehl
1 Teelöffel Zimt

Den Herd auf 180 °C vorwärmen. Ein Backblech (25 x 30 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. In einer großen Schüssel Eier und Honig zusammen schlagen. Zucker hinzufügen und noch einmal mischen. Dann den Kaffee mit 2 TL Backpulver mischen und mit der Margarine in die Eier mischen. 1 TL Backpulver, Mehl und Zimt hinzufügen und die Mischung gut schlagen. Das Ganze in das Backblech leeren und 55 bis 60 Minuten backen.

 

Zimmes

1 Teelöffel Öl
4-6 Karotten, in Scheiben geschnitten
1 große Süßkartoffel, in Würfel geschnitten
2-3 Teelöffel Honig oder 4 Esslöffel Zucker
1 Knoblauchzehe und 1 kl. Chilischote oder 1/4 Glas Orangensaft
eine Priese Salz
2 Ananasscheiben, in Stücke geschnitten
½ Teelöffel Muskat (wenn gewünscht)

Eine Pfanne mit Öl einfetten und erhitzen. Karotten hineinleeren und bei kleiner Hitze 10-15 Minuten dünsten. Süßkartoffel, Honig, Orangensaft und eine Priese Salz dazugeben. Bei kleiner Hitze 30 Minuten dünsten. Ananas und Muskat dazugeben. Nach 5 Minuten vom Herd nehmen und warm servieren. Ergibt 4 Portionen.

 

Rosinen-Challa

4 Tassen warmes Wasser
2 Esslöffel trockene Hefe
4 Eier
½ Tasse Öl
½ Tasse Honig
2 Tassen (oder weniger) Rosinen
14-15 Tassen Mehl
1 Esslöffel grobes koscheres Salz
für die Glasur:
1 geschlagenes Ei mit Mohnsamen

Warmes Wasser in eine große Schüssel gießen. Hefe einrühren, dann Eier, Öl, Honig und Rosinen dazugeben. Gut mischen, etwa die Hälfte des Mehls dazugeben und gut umrühren.
Die Mischung 45-60 Minuten stehen lassen, bis Hefebläschen zu sehen sind. Dann Salz und den größten teil des restlichen Mehls dazugeben. Auf einem leicht mit Mehl bestäubten Brett mischen und kneten und nur so viel Mehl nach schütten wie nötig. Der Teig sollte weich sein. Wenn gewünscht, den Teig noch einmal1 Stunde gehen lassen.
Challa mit einem Segen absondern. Den Teig teilen und Laibe formen. Die Challa in eingefettete Backbleche legen und 45-60 Minuten gehen lassen.
Den Herd auf 180 °C vorwärmen. Die Laibe mit den geschlagenen Eiern bestreichen und mit Mohnsamen bestreuen. Laibe etwa 45-60 Minuten, Brötchen etwa 30 Minuten backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen. Ergibt 6 Laibe oder 4 Laibe und 12 Brötchen.