Archiv für die Kategorie ‘Israel’

Jüdische Feiertage

Veröffentlicht: 2011/01/23 in Israel, Judaica, Kultur
Schlagwörter:, ,

So nun hab ich endlich meinen Timer auch aktualisiert und natürlich unsere Feiertage eingetragen 🙂

Wen es interessiert und wer es noch braucht, hier die Zusammenstellung :

Jüd. Feiertage 2011

Da kommt doch an so einem tristen Tag schon mal Vorfreude auf 🙂

Jom ha-Kippurim יום הכיפורים

Veröffentlicht: 2010/09/16 in Israel, Kultur
Schlagwörter:, ,
Maurycy Gottlieb (1856-1879): Jom Kippur (1878)

Maurycy Gottlieb (1856-1879): Jom Kippur (1878)

An Rosch haSchanah beginnen die  zehn Bußtage, deren Höhepunkt Jom Kippur – der Versöhnungstag – ist. Er ist  der wichtigste Festtag des jüdischen Jahres. An ihm wird nach talmudischer Tradition das Urteil über den Menschen, das an Rosh haSchanah – dem Neujahrsfest , dem Tag des Gerichts – gefällt wurde, besiegelt und bekommt damit Gültigkeit.

Sünden zwischen Menschen und G’tt sühnt Jom Kippur, Sünden zwischen den Menschen sühnt er nicht. So ist es also ein Tag der Reue, der Buße und Umkehr; ein Tag, an dem es einzig um das Verhältnis zwischen G’tt und einem Selber geht.

Der Kantor beginnt den längsten aller Abendg’ttesdienste mit dem Kol Nidre (alle Gelübde). Sein Inhalt ist die Bitte, dass G’tt die hier Versammelten von allen Gelöbnissen befreien möge, die man in der Not oder in der Freude, in Sehnsucht und Erwartung oder in Angst und Verzweiflung vor G’tt ausgesprochen hat und dann doch nicht halten konnte oder vergessen hat. Dabei sind nur die Gelübde gemeint, die zwischen dem Menschen und G’tt abgelegt wurden und die keine Rechte und Ansprüche eines anderen Menschen berühren.

Die Feierlichkeit dieses Tages kommt in dem 1939 jiddischen Film „Overture To Glory“ unheimlich gut zum Ausdruck. Der berühmte Kantor Moishe Oysher singt hier das Kol Nidre.

Also wünsche ich Euch Allen

Leschana towa tikatewu wetechatemu!

(Möget ihr eingeschrieben werden und besiegelt im Buch des Lebens für ein gutes Jahr!)

Rosch haSchanah 5771

Veröffentlicht: 2010/09/10 in Aktuelles, Israel
Schlagwörter:,

Ja ich weiß, es ist fast schon zu spät, aber die blöden Sticks fürs Internet arbeiten nun mal mega langsam. Zum Monatsende gibt’s hoffentlich wieder eine Leitung!!!
____________________________

Zu Rosch haSchanah 5771 wünsche ich Euch ALLEN
Schanah towah umetukah!
Seid für das neue Jahr zum Guten eingeschrieben,
zu Gesundheit und Frieden.
Eben zum Leben!

Die Linken tun sich schwer mit Israel

Veröffentlicht: 2010/08/02 in Aktuelles, Israel
Schlagwörter:, , ,

„Schnauze halten und geht zurück nach Auschwitz“ diese Äußerung gegen Israel fällt bei drei Politikern der Linkspartei offensichtlich in die Kategorie der legitimen Kritik. Aber hört selber:

Nun kam es aber innerhalb der Partei auch noch zu Querelen, nachdem die Vizepräsidentin des Bundestages Petra Pau einen Brief an die jüd. Gemeinde geschickt hatte. Prompt kam die Antwort der drei Parteigenossen:

Liebe Petra,

durch die Presse haben wir von Deinem Brief an die Jüdische Gemeinde Bremen erfahren. In ihm übst Du heftige Kritik an unserer Teilnahme an der Free-Gaza-Flottille. Dies tust Du, ohne mit uns über unsere Motivation und unsere Erfahrungen je gesprochen zu haben. Wir können nicht erkennen, dass so eine „ernsthafte Diskussion innerhalb der Fraktion“ geführt wird, wie du es in deinem Brief formulierst. Im Gegenteil, das führt genau zu dem, von dem du sagst „dass es wenig hilft, solche Kontroversen vor ‚laufenden‘ Medien auszutragen“.

Du verdächtigst dabei „mindestens“ eine türkische Organisation als „pro-faschistisch“, obwohl du dich nur auf ein Gerücht und keinen präzisen Nachweis stützen kannst. Solltest du die IHH meinen, so sind die landläufigen Anwürfe auch gegen sie vollkommen unbewiesen und stammen nur aus dubiosen Quellen. Seriöse Informationen über die IHH hat „DIE ZEIT“ bereits Anfang Juni veröffentlicht. Danach handelt es sich bei dem IHH um  einen „offensichtlich unabhängigen Hilfsverein“, „beileibe kein radikalislamischer Verein als Subunternehmer von Hamas“, dessen Mitglieder „konservative, gläubige Muslime“ sind. Der IHH hat beratenden Status beim UN-Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC), was eine Prüfung seiner Satzung, den Nachweis demokratischer Entscheidungsprozesse und eine regelmäßige Rechenschaftspflicht voraussetzt. Er steht auf keiner der berüchtigten Terrorlisten und es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass die von Innenminister de Maizière verbotene IHH in Deutschland nichts mit der IHH in der Türkei, mit der wir kooperiert haben, zu tun hat. Wir finden es äußerst problematisch, wenn in dieser sensiblen Diskussion gegenüber islamischen Institutionen immer wieder auf Verdächtigungen, Gerüchte und Klischees zurückgegriffen wird – für DIE LINKE sollte sich so etwas eigentlich verbieten.

Dein Vorwurf, wir hätten mit unserer Aktion „letztlich die Hamas gestärkt“, verwechselt ganz offensichtlich Ursache und Wirkung. Hätten Israel, die EU und die USA das Ergebnis der demokratischen Wahlen von 2006 akzeptiert und sie nicht mit einer Blockade und zunehmender Strangulierung der Bevölkerung beantwortet, die schließlich in einen barbarischen Krieg mündeten, hätte es wohl kaum eine derart nachhaltige Stärkung der Hamas gegeben, wie sie jetzt nicht nur im Gazastreifen sondern gleichfalls in der besetzten Westbank zu beobachten ist. Die Politik – und gerade auch die deutsche – unterstützt eine offen völkerrechtswidrige Blockade, die zu dem geführt hat, was die Organisationen der UNO eine humanitäre Katastrophe nennen. Anstatt uns vorzuwerfen, faktisch eine friedliche Lösung des Nah-Ost-Konfliktes zu verhindern, solltest du die Mahnung von Avi Primor ernst nehmen, die Hamas in einen Friedensprozess einzubinden.

Wenn du uns ferner unterstellst, unser eigentliches Ziel sei, „Israel an den Pranger zu stellen“, dann hast du die Vorstellungen der Free Gaza Bewegung nicht zur Kenntnis genommen.  In der Tat gibt es neben der humanitären Hilfsaktion auch das politische Ziel, die Weltöffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass die unhaltbaren Zustände im Gazastreifen nur durch eine vollständige Aufhebung der Blockade, die jetzt schon vier Jahre dauert, beseitigt werden können. Erheben wir nicht immer den Anspruch, das Völkerrecht zur Richtschnur unserer Politik zu machen? Dann sollte auch die Aufhebung der Blockade, die nicht nur „ein politischer Fehler“, wie du schreibst, sondern schlicht völkerrechtswidrig ist, unsere Politik bestimmen.

Schließlich müssen wir zurückweisen, dass die Aktion von „Free Gaza“ dafür verantwortlich ist, dass „der Antisemitismus sprunghaft Urständ feiert.“ Weder hat unsere Aktion etwas mit Antisemitismus zu tun, noch bietet sie irgendeinen Anknüpfungspunkt für Antisemiten, mit denen wir nie etwas zu tun haben wollten und die bei uns auch keinen Platz haben.

Die Gründe für den schon lange vor unserer Fahrt wieder laut werdenden Antisemitismus musst du woanders suchen. Sie liegen nicht bei denen, die ihre Verantwortung für Israel und für die Palästinenser, wie sie unsere Partei und Fraktion immer wieder betonen, mit humanitärer Hilfe ein wenig sichtbar machen wollen. Dieser Vorwurf ist am wenigsten geeignet, den notwendigen Dialog in Partei und Fraktion zu fördern, sondern tötet ihn geradezu, da er nur jenen folgt, die mangels Argumenten eine ernsthafte Diskussion über den Nah-Ost-Konflikt und Antisemitismus zu tabuisieren versuchen.

Dein Brief zeigt uns, dass eine solche Diskussion nach wie vor dringend notwendig ist. Wir haben sie immer gesucht und werden auch immer dazu bereit sein.

Mit solidarischen Grüßen,

Annette Groth                Inge Höger              Norman Paech

_____________________________________


Das die IHH inzwischen  in Deutschland verboten ist, dass ist den Dreien offenbar entgangen. Vornehmlich wurde das Geld für die IHH in Deutschland in den Milli-Görüs-Moscheen gesammelt.

Osman Yumakogullari, Geschäftsführer der Zeitung Milli Gazete verkünde4te zumindest in einer seiner Ausgaben: “Milli Görüs ist ein Schild, der unsere Mitbürger vor der Assimilierung im barbarischen Europa schützt”.

Und was man von diesem Ausspruch halten soll, dass sei jedem selber überlassen.

Nun ist es 2 Tage her, aber in der Europäischen Presse kann man NUR folgende Schlagzeilen lesen:

  • Israel greift Ziele im Gazastreifen an
  • Israels Armee bombardiert Gaza-Streifen
  • Israel bombardiert Gaza-Streifen
  • Israelische Luftwaffe griff Ziele im Gazastreifen an
  • Israel griff wieder Ziele im Gazastreifen an

Den Angriff will je niemand abstreiten, ABER was vorher war, ist uninteressant! Denn

Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben am Samstag vier Kassam-Raketen und zwei Mörsergranaten in den Süden Israels abgefeuert.
Das bemerkenswerte aber daran ist:

Bei der Untersuchung einer der Raketen, die nahe dem Kibbutz Nahal Oz landete, stellte man fest, dass sie aufgrund ihrer professionellen Bauweise offensichtlich nicht im Gaza-Streifen produziert, sondern importiert worden war.
(Yedioth Ahronot, 27.07.10)