Archiv für die Kategorie ‘Judaica’

Jüdische Feiertage

Veröffentlicht: 2011/01/23 in Israel, Judaica, Kultur
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So nun hab ich endlich meinen Timer auch aktualisiert und natürlich unsere Feiertage eingetragen 🙂

Wen es interessiert und wer es noch braucht, hier die Zusammenstellung :

Jüd. Feiertage 2011

Da kommt doch an so einem tristen Tag schon mal Vorfreude auf 🙂

DAS ist kein Witz …

Veröffentlicht: 2010/10/31 in Judaica, Witze
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auch wenn es sich so ließt. Aber es zeigt wieder einmal, wie unsensible Menschen sind.

Es zeigt aber auch, wie ungebildet angeblich am Puls der Zeit lebende Menschen sind.

Im Jahr 2000 wurde ein Rabbiner hier in Deutschland interviewt.

Die Journalistin gefragte: »Was sagen Juden zum Jahr 2000?«
Der Rabbi antwortete: »Es tut mir leid, aber das ist so lange her, dass wir es total vergessen haben!«

Ich finde das war unheimlich gut vom Rabbi gekontert, denn die Frage allein zeugt von unheimlicher Dummheit.

Jom ha-Kippurim יום הכיפורים

Veröffentlicht: 2010/09/16 in Judaica

An Rosch haSchanah beginnen die zehn Bußtage, deren Höhepunkt Jom Kippur – der Versöhnungstag – ist. Er ist der wichtigste Festtag des jüdischen Jahres. An ihm wird nach talmudischer Tradition das Urteil über den Menschen, das an Rosh haSchanah – dem Neujahrsfest , dem Tag des Gerichts – gefällt wurde, besiegelt und bekommt damit Gültigkeit.

Sünden zwischen Menschen und G’tt sühnt Jom Kippur, Sünden zwischen den Menschen sühnt er nicht. So ist es also ein Tag der Reue, der Buße und Umkehr; ein Tag, an dem es einzig um das Verhältnis zwischen G’tt und einem Selber geht.

Der Kantor beginnt den längsten aller Abendg’ttesdienste mit dem Kol Nidre (alle Gelübde). Sein Inhalt ist die Bitte, dass G’tt die hier Versammelten von allen Gelöbnissen befreien möge, die man in der Not oder in der Freude, in Sehnsucht und Erwartung oder in Angst und Verzweiflung vor G’tt ausgesprochen hat und dann doch nicht halten konnte oder vergessen hat. Dabei sind nur die Gelübde gemeint, die zwischen dem Menschen und G’tt abgelegt wurden und die keine Rechte und Ansprüche eines anderen Menschen berühren.

Die Feierlichkeit dieses Tages kommt in dem 1939 jiddischen Film "Overture To Glory" unheimlich gut zum Ausdruck. Der berühmte Kantor Moishe Oysher singt hier das Kol Nidre.

 

 

 

Also wünsche ich Euch Allen

Leschana towa tikatewu wetechatemu! (Möget ihr eingeschrieben werden und besiegelt im Buch des Lebens für ein gutes Jahr!)

Shavuot – שבועות – d/engl.

Veröffentlicht: 2009/05/26 in Judaica

 

Am 28. Mai abends beginnt für uns Shavuot (שבועות), das zweite der drei Wallfahrtsfeste, der am sechsten Tag des hebräischen Monats Sivan (Ende Mai oder Anfang Juni) gefeiert wird. Genau wie Pessach und Sukkot wurde dieses Fest zur Zeit der beiden Tempel mit einer Pilgerfahrt nach Jerusalem und Opfern im Tempel begangen.

Das Fest hat mehrere Bedeutungen:

  • An Shavuot erinnert man sich an die Übergabe der 10 Gebote durch den Ewigen G’tt an Moses und die Israeliten. (חג השבועות, HAG ha-Shavuot, Exodus 34:22, Deuteronomium 16:10)
  • Gleichzeitig ist dieses Wochenfest aber auch das "Fest der Ernte", denn es findet in der Zeit der Weizenernte statt. (חג הקציר, HAG ha-Katsir, Exodus 23: 16),
  • und der Tag des ersten Früchte (יום הבכורים, Jom ha-Bikkurim, Zahlen 28:26).

Eine Verbindung zwischen der historischen und einer naturbezogenen Bedeutung Shavuot’s findet man in Talmud, in dem es heißt: "Fünfzig Tage vergehen, bevor sich aus der Apfelblüte eine Frucht entwickelt, fünfzig Tage wartete das Volk Israel in der Wüste, bevor es die Thora aus der Hand des Herrn empfing."

Nach der jüdischen Tradition wird Shavuot  in Israel einen Tag und in der Diaspora (außerhalb von Israel) zwei Tage gefeiert.

 

Die Häuser, Wohnungen und die Synagoge werden mit Blumen und Zweigen geschmückt, denn an diesem Tag symbolisiert sie den Sinai. Shavuot ist aber nicht nur ein hoher Feiertag, an dem die Arbeit ruht und die Menschen fröhlich sein sollen, sondern es ist auch ein Fest, das der religiösen Bildung geweiht ist. Denn zu dieser Zeit wird viel aus der Tora gelesen.

Traditionell wird Milch getrunken und Honig gegessen. Einige Rezepte, werde ich noch nachliefern 🙂

Und natürlich gibt es Lieder und es wird viel gesungen. Eine kleine Auswahl findet Ihr hier. 

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Zum Abspielen bitte REPLAY klicken 🙂

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Shavuot  שבועות‎ is a Jewish holiday that occurs on the sixth day of the Hebrew month of Sivan (late May or early June). Shavuot commemorates the anniversary of the day God gave the Ten Commandments to Moses and the Israelites at Mount Sinai. It is one of the shalosh regalim, the three Biblical pilgrimage festivals. It marks the conclusion of the Counting of the Omer.

The date of Shavuot is directly linked to that of Passover. The Torah mandates the seven-week Counting of the Omer, beginning on the second day of Passover and immediately followed by Shavuot. This counting of days and weeks is understood to express anticipation and desire for the Giving of the Torah. On Passover, the Jewish people were freed from their enslavement to Pharaoh; on Shavuot they were given the Torah and became a nation committed to serving God.

In the Bible, Shavuot is called the Festival of Weeks (Hebrew: חג השבועות, Ḥag ha-Shavuot, Exodus 34:22, Deuteronomy 16:10); Festival of Reaping (Hebrew: חג הקציר, Ḥag ha-Katsir, Exodus 23:16), and Day of the First Fruits (Hebrew יום הבכורים, Yom ha-Bikkurim, Numbers 28:26). The Mishnah and Talmud refer to Shavuot as Atzeret (Hebrew: עצרת, a solemn assembly), as it provides closure for the festival activities during and following the holiday of Passover. Since Shavuot occurs 50 days after Passover, Christians gave it the name Pentecost (πεντηκόστη, "fiftieth day").

According to Jewish tradition, Shavuot is celebrated in the Land of Israel for one day and in the diaspora (outside of Israel) for two days.

Heute Abend beginnt für uns ein neuzeitlicher Feiertag:  "Yom Yerushalaim – Jerusalemtag". Und nirgend auf der Welt, nicht einmal innerhalb Israels hat der Tag eine so große Bedeutung wie in Jerusalem selber innerhalb der jüdischen Bevölkerung.
Yom Yerushalaim ist der Jahrestag des Sieges im Sechs – Tage – Krieges  im Jahr 1967. Und ich denke es kann nur ein Jude verstehen, warum dieser Tag gefeiert wird.

Denn bis zu diesem besagten Tag war es Juden in der geteilten Stadt verboten, an der Westmauer (Klagemauer – Kotel)  zu beten bzw. die Altstadt überhaupt zu betreten. Jordanien hielt viele Teile Jerusalems, darunter auch die Altstadt, besetzt. Seit diesem Kriegsgewinn ist es Juden wieder möglich, ungestört und zu jeder Zeit zur Westmauer zu gehen, uneingeschränkter Zugang in die Altstadt und absolute Bewegungsfreiheit innerhalb der Stadt zu haben.

 

 

Mosche Dajan, Verteidigungsminister im Sechstagekrieg 1967 sagte damals: "Wir sind zu unseren heiligen Stätten zurückgekehrt, um sie nie wieder zu verlassen."

Es war wie jeder Krieg ein schrecklicher, für alle. Und trotzdem ist dieser Tag für jeden Juden auf der Welt ein ganz besonderer.

 

 

Der Yom Yerushalaim wird alljährlich mit dem "Marsch der Flaggen" gefeiert. Tausende Menschen marschieren mit Fahnen singend und tanzend zur Kotel.

 

Der Marsch beginnt am Sacher Park, geht über Bezalel, King George, Jaffa Road bis in die Altstadt. In diesem Jahr allerdings gibt es einen Streitpunkt, denn die Polizei verbietet den Marsch an die Kotel durch das Löwentor. Angeblich könne man die Sicherheit der Teilnehmer beim Durchmarsch durch das Arabische Viertel nicht gewährleisten.