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An der Uni Kassel wird er sogar wissenschaftlich untersucht. Gestern Abend gab es nun einen wirklich tollen Beitrag in PLANETOPIA zu dem Thema:

“ Sie kommen langsamen, doch wenn sie erst einmal da sind, wird man sie so schnell nicht mehr los. Die Rede ist von Ohrwürmern. Fast jeder Mensch wird von ihnen heimgesucht. Professor Jan Hemming von der Uni Kassel ist dem Ohrwurm seit Jahren auf der Spur. Er erklärt, das wir das Phänomen durch ein bestimmtes Verhalten sogar selber auslösen.

Dabei geht es um die so genannten Leerlaufsituationen, etwa wenn man auf den Bus wartet, wenn Studenten in der Uni auf den Beginn der Vorlesung warten, wenn man gerade die Wohnung aufräumt oder Geschirr spült. Das sind Momente, wo die Ohrwürmer in Erscheinung treten. Dabei muss es noch nicht einmal sein, dass man diese Titel liebt. Professor Hemming hat den Zusammenhang von Emotionen und Musik untersucht. Probanden mussten dazu Musik auf einer Skala bewerten – von ganz negativ bis ganz positiv. Es zeigt sich: Je extremer die Ausschläge, um so besser bleibt ein Titel im Gedächtnis haften.

MBrandon Stone usikproduzent Brandon Stone kennt dieses Phänomen ebenfalls und weiß, wie er die Zutaten zu einem Hit zusammen setzen kann – zumindest theoretisch. Voraussetzung dafür sind ein guter Beat, ein Rhythmus, bei dem man mit muss, eine eingängige Melodie mit Wiedererkennungswert und jemanden, der sie möglichst oft spielt. Fast immer in Deutschland funktionieren übrigens Dur-Akkorde. Moll-Akkorde funktionieren in Russland und Amerika und anderen Ländern.

PLANETOPIA weiß, wie die Plagegeister in Ihren Kopf gekommen sind und vor allem, wie Sie sie wieder loswerden.“

Noch mehr zum Thema OHRWURM und wie er entsteht findet Ihr hier bei Welt online.

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"In neunzehn Minuten kann man das Gras in seinem Vorgarten mähen, die Haare färben oder einen Kuchen backen. Man kann die Wäsche für eine fünfköpfige Familie falten. Neunzehn Minuten kostet es, von der Grenze zu Vermont nach Sterling, New Hampshire, zu fahren. In neunzehn Minuten kann man die Welt zum Stillstand bringen oder einfach aus ihr herausfallen. Neunzehn Minuten kostet es, Rache zu nehmen."

Und genau dies tut der 17-jährige Peter Houghton an der Sterling High School. An einem eigentlich normalen Tag erschießt Peter 10 seiner Mitschüler und verletzt 19 weitere zum Teil schwer.

Josie, seine einzige Freundin aus Kindertagen, überlebt auf wundersame Weise. Sie kann sich nicht erinnern, was an diesem Tag passierte, sie weiß nur, dass ihr Freund Matt tot ist.

Peter ist der typische Außenseiter, er wird seit der Vorschule gehänselt. Nur Josie steht ihm Anfangs noch bei; doch irgendwann merkt sie, dass es einfacher ist, beliebt zu sein und somit wendet auch sie sich von Peter ab.

Josie steigt zu einem beliebten Mädchen auf und gibt sich genau mit den Leuten ab, die immer wieder auf Peter herumhacken. Währenddessen kauert Peter weiterhin am untersten Ende der Beliebtheitsskala und versucht irgendwie unentdeckt zu bleiben, um nicht noch mehr Demütigungen über sich ergehen lassen zu müssen.

 

Was dieses Buch so interessant macht, sind die verschiedenen Sichtweisen zu diesem schwierigen Thema:

Josie, die eigentlich nur beliebt sein wollte und Angst davor hatte genauso zum Außenseiter zu werden wie Peter.

Peters Mutter, Lacy, die sich fragt wie aus ihrem kleinen Jungen ein Mörder werden konnte, wer die Schuld an all dem trägt und vor allem wieviel Schuld sie selber trägt.

Alex, Josies Mutter, eine erfolgreiche Richterin, die den Fall von der juristischen Seite und eher pragmatischen Seite sieht und dabei fast die ohnehin schon schwierige Beziehung zu ihrer Tochter aufs Spiel setzt.

 

 

Dieses Buch gibt Einblick in die Ängste und Probleme Jugendlicher und führt dem Leser manchmal auf sehr harte Weise die Realität vor Augen. Die stilistischen Mittel sind eher locker, aber dennoch der schwierigen Thematik angepasst.

Jedoch schafft es Jodi Picoult den Leser zum Nachdenken zu bringen und zwischen den Zeilen eine Menge Fragen zu stellen. Jeder kennt einen Außenseiter oder war vielleicht sogar selber einer. Waren diese Menschen deswegen potentielle Mörder? Kann der Leser Peter vielleicht sogar verstehen?