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Jüdische Feiertage

Veröffentlicht: 2011/01/23 in Israel, Judaica, Kultur
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So nun hab ich endlich meinen Timer auch aktualisiert und natürlich unsere Feiertage eingetragen 🙂

Wen es interessiert und wer es noch braucht, hier die Zusammenstellung :

Jüd. Feiertage 2011

Da kommt doch an so einem tristen Tag schon mal Vorfreude auf 🙂

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Über die Ergebnisse hatte ich ja bereits berichtet.  Hier nun die kommentierte Zusammenfassung in deutsch

Haltung gegenüber Juden

  • Insgesamt ist fast die Hälfte der Befragten in den sieben Ländern der Meinung, dass Juden loyaler zu Israel stehen als zu ihrem eigenen Land. Eine Mehrheit der Befragten in Deutschland, Polen und Spanien ist der Ansicht, dass diese Aussage „wahrscheinlich wahr“ ist, in Spanien sind es 64%.

Wen wundert das????  Deutsche mosaischen Glaubens werden von Mensch arabischer Herkunft hier in Deutschland, angegriffen, angepöbelt, bedroht. Natürlich sind wir Deutsche und wir fühlen uns auch als solche. Aber so richtig will uns Deutschland doch auch hier mal wieder nicht haben.

  • Ein hoher Anteil der Befragten in Europa glauben immer noch an die traditionell anti-jüdische Lüge, dass „Juden zu viel Macht in der Geschäftswelt haben.“ Insgesamt glauben fast 40% aller Befragten, dass diese Stereotypen wahr sind, in Ungarn sind es 67%.

Na ja, selbst mit vielen Argumenten und Beweisen sind solche Menschen nicht zu überzeugen. Aber ich denke, dass Angst hier eine ganz große Rolle spielt. Denn in seinem Buch “The Golden Age of Jewish Achievement” stellt Steven L. Pease doch einige ganz bemerkenswerte Fakten zusammen :

  1. Sie machen 0.2 Prozent der Weltbevölkerung aus,
  2. stellten 54 Prozent der Schachweltmeister,
  3. 27 Prozent des Nobelpreisträger für Physik,
  4. 31 Prozent der Medizin-Preisträger,
  5. 51 Prozent der Pulitzer Preis-Preisträger für die Sachliteratur
  • Auch halten die europäischen Befragten nach wie vor an der Vorstellung fest, dass „Juden zu viel Macht an den internationalen Finanzmärkten haben.“ Insgesamt 41% der Befragten klammern sich an die traditionellen Klischees, in Spanien sind es 74%.

Aber das große Geld und die Macht in ausländischen Unternehmen kommt ja wohl aus dem arabischen und asiatischen Raum.

  • Große Teile der europäischen Öffentlichkeit sind weiterhin der Meinung, dass Juden noch zu viel über das sprechen, was ihnen im Holocaust geschehen ist. Insgesamt 44% der Befragten halten es für „wahrscheinlich wahr“, dass Juden noch zu viel über den Holocaust sprechen. Eine Mehrheit der Befragten in Österreich, Ungarn und Polen glauben, dass das wahr ist.

Ja, das mag stimmen und es hat 2 Gründe:

  1. Dürfen die OPFER nie vergessen werden. 6,3 Millionen Menschen wurden Opfer, eine Zahl die man sich gar nicht so richtig vorstellen kann.
  2. Nur mit der Analyse der damaligen Täter und Mitläufer kann man begreifen, welcher Wahnsinn damals passiert ist. Und ALLE müssen begreifen, welche Mechanismen damals am Werk waren, damit dies in die Tat umgesetzt werden konnte.

Im Bundesarchiv kann man die  Unterlagen zur Biographie Adolf Eichmanns, Aufzeichnungen und Abschrift des Tonband- Interviews mit Eichmann, das der holländische SS-Offizier Willem Sassen zwischen 1956 und 1959 in Argentinien aufgenommen hat, einsehen. Wie Eichmann selber darin sagte :“Ich war kein normaler Befehlsempfänger, dann wäre ich ein Trottel gewesen, sondern ich habe mit gedacht. Ich war ein Idealist gewesen.“

Und damit die Welt NIE WIEDER solche Idealisten bekommt, ist die Forschung am Holocaust sehr wichtig!

  • Insgesamt 23% der Befragten geben weiterhin den Juden die Schuld für den Tod von Jesus.

Da will ich nicht kommentieren, denn dann würde ich der Religion Andersgläubiger zu nahe treten.

  • Insgesamt 23% der Befragten sagen, dass ihre Meinung über Juden durch die Maßnahmen des Staates Israel beeinflusst ist. Von denen, deren Meinungen so beeinflusst sind, sagen 58%, dass ihre Meinung über Juden als Ergebnis der Maßnahmen Israels noch schlimmer geworden ist.

Genauso könnte man sagen, dass die Regierung in Deutschland viele Fehler macht.

  • In den sieben europäischen Ländern glauben 38% der Befragten, dass Gewalt gegen Juden ein Ergebnis der anti-jüdischen Gefühle ist, während 24% glauben, dass es ein Ergebnis der Anti-Israel Stimmung ist. Ungarische und polnische Befragte neigen am ehesten zu der Annahme, dass die anti-jüdische Stimmung der Grund für Gewalt gegen Juden in ihren Ländern ist. Spanien ist das einzige Land, in dem mehr Befragte (38%) die Anti-Israel Stimmung im Gegensatz zu anti-jüdischen Gefühlen (26%) als die wichtigste Ursache für die Gewalt gegen Juden genannt haben.

Bereits Antiochus IV. versuchte um 170 v. Chr., den Zeuskult in Israel zu etablieren. Als dies unter den Makkabäern auf Widerstand stieß, versuchte er, die Religion und damit Identität des Volkes Israel auszulöschen.  Also so traurig wie es ist, aber Antisemitismus gibt es seit ewigen Zeiten 😦

  • Insgesamt 57% der Befragten glauben, dass ihre Regierung genug tut, die Sicherheit und den Schutz der jüdischen Bürger zu gewährleisten. Österreichische und deutsche Befragten sind am häufigsten der Meinung, dass ihre Regierung ausreichenden Schutz für die jüdischen Bürger bietet – mehr als ein Viertel der Befragten in Ungarn und Polen glauben nicht, dass ihre Regierung ausreichenden Schutz für die jüdischen Bürger bieten.

Das mag auch der Sicht nicht Betroffener stimmen. Nur solange es drohungen und jetzt mal wieder auch Ausschreitungen gibt, denke ich nicht, dass der Staat seiner Aufgabe gerecht wird.

  • Die Umfrage zeigte, dass – trotz der Komplexität des gegenwärtigen globalen wirtschaftlichen Umfeldes – Juden in beunruhigender Höhe die Schuld für die Finanzkrise gegeben wird. Insgesamt 31% der Befragten in ganz Europa machen die Juden in der Finanzbranche entweder „sehr“, „eine gutes Stück“ oder „ein wenig“ für den globalen finanziellen Zusammenbruch verantwortlich.

Das ist nun wirklich der HAMMER. Sie begann bereits im Frühsommer 2007 mit der US-Immobilienkrise. Ursächlich war hierfür in erster Linie ein spekulativ aufgeblähtes Wirtschaftswachstum in den USA. Die Niedrigzinspolitik der amerikanischen Zentralbank ist demzufolge ein Grund. Die zweifelhaften Fördermaßnahmen der amerikanischen Regierung zur Schaffung von Wohneigentum für Geringverdiener ein anderer. Insgesamt waren diese Entwicklungen vor allen Dingen deshalb möglich, weil es keine international greifenden Regulierungs- und Kontrollmechanismen gab.

Insgesamt hat mich die Studie sehr erschreckt, weil man darin viele Aussagen und Meinungen der NS-Zeit wiederfinden kann und es noch immer Menschen gibt, die diesen Irrglauben haben.

Für ihre jahrzehntelange Aufbauarbeit und Gründungen sowohl des Overbeck-Museums im Alten Packhaus in Bremen-Vegesack als auch der Ökologiestation in Bremen-Nord erhielt gestern das Bundesverdienstkreuz von Bürgermeister Jens Böhrnsen überreicht.

Als am 22. April 1990 die erste Ausstellung des Malerehepaares Fritz Overbeck und Hermine Overbeck-Rohte eröffnet wurde, hätte eigentlich niemand gedacht, welchen Erfolg dieses wirklich unheimlich schöne Museum einmal haben wird. Ich kann einen Besuch des Overbeck-Museums nur empfehlen!

Wie entsand der Weltfrauentag????

Veröffentlicht: 2010/03/08 in Kultur
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Der Weltfrauentag geht auf den 8.3.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik „Cotton“ in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

Die zentralen Forderungen waren:

  • Kampf gegen den Krieg
  • Wahl- und Stimmrecht für Frauen
  • Arbeitsschutzgesetze
  • ausreichender Mutter- und Kinderschutz
  • der Achtstundentag
  • gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
  • Festsetzung von Mindestlöhnen

In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen. Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt – nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar – und lösten den Beginn der „Februarrevolution“ aus.

Einen starken Rückschritt brachte in Deutschland die NS-Ideologie von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter. Während des 3. Reichs war der Frauentag verboten und wurde durch den Muttertag ersetzt.

Nach dem 2. Weltkrieg fanden in der DDR bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In den sozialistischen Ländern wurde die gesellschaftliche Befreiung der Frau gefeiert und der Tag mit offiziellen Feiern für die Frauen organisiert. In der BRD  wurde der Frauentag erst in den späten 60er Jahren von der neuen, autonomen Frauenbewegung wiederbelebt.

Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung. Themen wie die Rechte von Ausländerinnen, die Diskriminierung von nichtheterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte im Rahmen der europäischen Annäherung werden aufgegriffen.