Mit ‘GEGEN rechts’ getaggte Beiträge

Der Herr Müller und seine Milch sind gar nicht so weiß wie sie eigentlich sein sollten.  Und nun, um das so langsam zu vertuschen, wird dem neuerdings eine origanisation unterstützt, die s sich zur Aufgabe gemacht Menschen zu retten, in Notlagen zu helfen, den Armen und Bedürftigen beizustehen und  über das humanitäre Völkerrecht – in Deutschland und in der ganzen Welt – zu wachen.

Logischerweise wird dafür viel Geld gebraucht, aber man sollte auch mal hinterfragen, wo das Geld herkommt!

Irgendwie will in Deutschland ja kein Unternehmer zugeben, dass er rechts orientiert ist.  So ein Fall ist auch  Hans Jochen Voß  aus Unna, der ein Verischerungsbüro unterhält. Noch 2005 stritt Voß gegenüber der Presse ab, etwas mit der NPD zu tun zu haben. „Ich kenne den Verein nicht und möchte auch nicht weiter mit ihnen über das Thema reden“, sagte er damals gegenüber der WAZ. Irgendwie scheint der Herr an Gedächtnislücken zu leiden,

denn 2009 kandidierte Vorsitzende des NPD-Kreisverbands Unna/Hamm dann doch für den Verein den er nicht kennt im Wahlkreis 146 Hamm-Unna II (Hamm, Lünen, Selm, Werne).

Voß Voß ist seit den Sechziger Jahren in der NPD und ist die wichtigste Stütze des lokalen Kreisverbandes. Er organisiert maßgeblich die monatlichen Schulungsveranstaltungen, die in wechselnden Gaststätten in der Region stattfinden. Um überhaupt die Räume anbieten zu können, lässt er die Wirte im Unklaren über den Veranstaltungszweck. In den letzten Jahren hat er schon mehrfach Räumlichkeiten verloren, als die getäuschten GastwirtInnen über den Charakter der Veranstaltungen aufgeklärt wurden. Auf den Veranstaltungen referiert immer wieder Prominenz aus der NPD und der Neonazi-Szene, weswegen die Schulungen eine überregionale Bedeutung haben. TeilnehmerInnen reisen regelmäßig aus dem Ruhrgebiet, dem südlichen Münsterland, Ostwestfalen, dem Sauerland und dem Bergischen Land an.

Voß arbeitet öffentlich mit sämtlichen, gewalttätigen Nazi-Kameradschaften in der Region zusammen. Er unterstützt sie finanziell und bei der Organisation von Saalveranstaltungen, die Nazi-Kameradschaften machen für die NPD Wahlkampf. Den Bundestagswahlkampf lässt Voß maßgeblich von der „Kameradschaft Hamm“, dem „Nationalen Widerstand Unna“ sowie den „Freien Nationalisten aus Lünen“ bestreiten. Alle Kameradschaften sind für Nazi-Schmierereien, Sachbeschädigungen, Drohungen und Angriffe gegen nicht-rechte Jugendliche einschlägig bekannt. Das stört den Faschisten Voß natürlich nicht, schließlich vertrete man ja die selben Ziele, nur der Weg – Partei oder Kameradschaft – unterscheide sich, schrieb die NPD  jüngst. An die wichtigste Nazi-Kameradschaft in NRW, den „Nationalen Widerstand Dortmund“ spendete Voß im Vorfeld der Kommunalwahl sogar 3000 Euro!

Na und dann gibt es noch Amazon. Das Unternehmen war schlauer, denn es beendete die Kooperation mit einer Nazi-Seite. Wolff von Rechenberg bringt die ganze Affäre auf den Punkt 🙂

Das alles sind natürlich nur Beispiele. Es gibt zu viele und im ehrlich zu sein, ich geh jetzt lieber mit meinem Hund in den Wald 🙂 Denn er ist liebenswerter als die Herrschaften, die meinen, „deutsche Gedankengut“ verbreiten zu müssen!

Das ist zwar ein altes Plakat, aber ich finde es immer wieder schön!

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Es lohnt sich gegen Neonazis und braune Gesinnung zu kämpfen!
Bad Nenndorf und Storch Heinar sind nur 2 Beispiele. Denn NOCH siegt die Demokratie in Deutschland.

Bad Nenndorf
Heute findest ja bekanntlich der s.g. „Trauermarsch“ der rechten Szene statt. wie schwer man sich in Deutschland mit Neonazis und braunem Gedankengut tut, wurde in in letzten Tage mal wieder sehr deutlich.

Denn das Verwaltungsgericht Hannover hatte die Gegendemo des DGB verboten, mit der Begründung,, dass die Neonazis ihre Veranstaltung früher angemeldet hatten. Zudem war laut Gericht bei der Gegenkundgebung „deutlich mehr gewalttätiges Potenzial aus dem linksautonomen Spektrum zu erwarten als auf der Seite der sogenannten autonomen Nationalisten“ auf der rechten Seite.

Dass der DGB, die Kirchenund die jüd. Gemeinde zum linksautonomen Sprektrum gehören, dass ist mir ganz neu 😦 Na ja, man lernt immer wieder was dazu.

„Nazis dürfen laufen, und Demokraten müssen zu Hause bleiben, das ist eine fatale Botschaft.“

Nun hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg auch die Gegendemo erlaubt, jedoch mit  Auflagen für eingeschränkte Routen gemacht.

Storch Heinar

Storch Heinar darf weiter sein „Unwesen“ treiben 🙂
Das Landgericht Nürnberg-Fürth verneinte in seinem Urteil die Verwechslungsgefahr mit „Thor Steinar“. Wie sollte man die auch verwechseln, wo doch Heinar ein viel größeres Charisma hat!!!
Die Marke der Klägerin war vom brandenburgischen Verfassungsschutz bereits 2009 als identitätsstiftendes Zeichen der rechtsextremen Szene bezeichnet worden. Dass man mit dem Kauf von Thor-Klamotten direkt die NPD unterstützt, dass sollte auch jedem Hilfsschüler klar sein, denn das ist ja nun schon seit 2003 bekannt!

Aber Heinar, der Storch der sich zum Medienstar mausert, wird sich wohl noch auf ein weiteres Gewitter gefasst machen müssen, denn der Zorn des Thor ist entfacht und es wird sich sicher in einem Donner in Form eines Einspruchs ausdrücken.

Am Wochenende ging es mal wieder heiß her in Aachen und Stolberg:

  • Schmierereien am Jüdischen Friedhof an der Lütticher Straße in Aachen: dort wurden u.a.  die Außenmauer großflächig mit Hakenkreuzen, durchgestrichenen Davidsternen, Parolen gegen Israel und der Losung „Freiheit für Palästina“ versehen.  Auch eine Gedenktafel, das schmiedeeiserne Tor, eine Überwachungskamera und der Eingangsbereich wurden schwer beschädigt.
  • Angriff auf das Parteibüro der Aachener Linken: dort wurde außerdem die Fensterscheibe eingeschlagen- es war bereits das vierte Mal.
  • Parteibüro der Grünen in der Franzstraße,  ein Haus eines Aussteigers aus der rechten Szene an der Krakaustraße , der Zeitungsverlag Aachen („Aachener Nachrichten“, „Aachener Zeitung“) in der Dresdener Straße: auch hier wurden Schmierereien hinterlassen.
  • Parteibüro der SPD in Stolberg wurde mit roter Farbe beschmiert.
  • an der Hahner Straße wurden Laternenmasten und Stromkästen beklebt und bemalt
  • am Donatusplatz in Brand, wo ein Plakat «Keine Chance dem Rassismus» hängt, waren die Täter ebenfalls aktiv mit antisemitischen Parolen.

Insgesamt wurden von Samstag- bis Montagmorgen bisher zehn Schmieraktionen bekannt.

Berichtet wurde darüber kaum.

Dazu habe ich aber einen guten Blog gelesen 🙂

Es ist bekannt, dass der die wirklich idyllische Kurstadt mit ihren 10.000 Einwohnern, jährlich seit 2006 von Neonazis aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland heimgesucht wird!

Grund dafür ist nach deren Darstellung die Trauer um Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Wincklerbad verstorben sind. Das Wincklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u. a. Oswald Pohl (SS-General und Leiter des SS- Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager) und Kurt Parbel (Abteilungsleiter im Propagandaministerium, Zensor der Wochenschau, Filmer von Freislers Schauprozessen und Freund von Joseph Goebbels) inhaftiert war.

Nun werden wieder die verschiedenen Gruppierungen  wie die

  • Kameradschaft 73“ um Dennis Bührig aus Celle und der
  • länderübergreifende Zusammenschluss von Neonazis

auf die

  • Bürgerinitiative für Zivilcourage Hildesheim“ um Dieter Riefling und das
  • BündnisBad Nenndorf ist bunt(DGB, Bürger- und Antifainitiativen, Vereine und Parteien)

treffen.  Wie schon in der vergangenen Jahren, wird es heiß hergehen.

Aber warum begann das ALLES erst 2006???

Ende 2005 berichtete die englische Zeitung Guardian erstmals über das „War Crime Headquarter Bad Nenndorf“ der britischen Armee. Der Norddeutsche Rundfunk und das Lokalblatt »Schaumburger Zeitung« griffen die Geschichte auf. Dadurch erfuhr die örtliche Neonaziszene von dem Verhörzentrum. Die Rechten wollen das Wincklerbad zu einer überregionalen rechtsradikalen Pilgerstätte machen – als Ersatz für die seit 2005 verbotenen Aufmärsche für Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess im bayerischen Wunsiedel. Bis zum Jahr 2030 haben Rechtsextremisten schon „Trauermärsche“ in Bad Nenndorf  angemeldet.

Aber irgendwie tut man sich man sich schwer damit, GEGEN rechts vor zu gehen. Denn wie am Freitag bekannt wurde, darf die Grüne Jugend ihr öffentliches „Blockade-Training“ in Göttingen nicht durchführen. Das Ordnungsamt habe am Freitag mitgeteilt, dass jegliche Probe-Blockaden verboten seien, sagte der Sprecher der Jugendorganisation, Moritz Keppler, am Sonnabend. Mit der Aktion sollten Sitzblockaden gegen einen Neonazi-Aufmarsch geübt werden, der Mitte August in Bad Nenndorf stattfindet. „Die Kriminalisierung von zivilem Ungehorsam ist für uns ein Skandal“, sagte Keppler und fügte hinzu: „Nazis blockieren ist unser Recht!“

Aber gerade das, hätte gewaltsame Konfrontationen der Gruppen vermeiden können

Storch Heinar ist der Führer der "Division Storch Heinar". Heinar, ein kleiner missratener Storch, war zu schwach, um im Herbst nach Afrika zu fliegen. Er wollte daher den Vogelzug nehmen. Der fuhr um 19:33 Uhr vom Bahnhof ab. Heinar trödelte und kam erst 19:45 Uhr am Bahnhof an als alles längst zu spät war.

Storch Heinar ist schon ein armes Wesen 🙂 Als Kind ungeliebt, als Heranwachsender missverstanden.

Eigentlich müsste Thor ihn ja lieben, denn er zeigt eindeutig auch narzisstische Züge, leidet an einer “Froschfleisch-Intoleranz” und weist Scheitel und Hitlerbart auf. Aber wie bekannt ist Thor Steinar eine Modemarke mit Sitz in Königs Wusterhausen DIE Modemarke  und das Erkennungsmerkmal der rechtsextremen Szene. Das Tragen von Thor Steinar Kleidung ist daher z.B.  in fast allen Fußballstadien, im Bundestag und im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern verboten.

Storch Heinar ist Mathias Brodkorb’s (SPD) Parodie auf rechtsextreme Positionen und lässt Thor eben dumm aussehen.

Also verklagte Thor den Heinar wegen Markenrechtsverletzung. Das ging aber in die Hose, denn das Landgericht Nürnberg erklärte bei einer mündlichen Verhandlung  am Mittwoch, das Satire-Logo für eine zumutbare Persiflage.

Das offizielle Urteil will die Zivilkammer zwar erst am 11. August verkünden, aber der Vorsitzende Richter sagte jedoch schon zum Prozessbeginn am Mittwoch in Nürnberg, die Kammer sehe weder bei der Optik noch beim Wortklang Verwechslungsgefahr. „Die Ähnlichkeit ist zu gering“, sagte der Richter und empfahl der Firma Mediatex ( Vater des Thors ) daher, ihre Unterlassungsklage gegen den SPD-Politiker Mathias Brodkorb fallen zulassen. Weiter sagte er:  „Es besteht keine Gefahr, dass mit dem Storch eine Nähe zur Marke der Klägerin vermutet wird.  Eine „Verballhornung“ falle unter die Kunstfreiheit.“

Und Storch Heinar ist wirklich KUNST 🙂

Weitere Episoden mit Storch Heinar findet ihr hier.

Weiterführende Links:
Spiegel: Im Zweifel für den Führerstorch
Presseportal: weil Nazis keinen Spaß verstehen
ENDSTATION RECHTS. ist ein Projekt der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD Mecklenburg-Vorpommern.
Storch Heinar, hier kann man auch Retter werden 🙂
Interview mit Mathias Brodkorb von sprd.net