Archiv für Oktober, 2008

Rezepte zu Halloween

Veröffentlicht: 2008/10/31 in Essen und Trinken
     
  Wer nun seine Jack O’Lanterns fertig hat, der kann aus dem Kürbisfleisch eine Menge kulinarische Köstlichkeiten machen. Hier meine persönlichen Lieblingsrezepte: 

Kürbissuppe

Zutaten:

1 mittelgroßer Kürbis

4 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 EL Butter / Öl

Basilikum

1 kl. Brühwürfel

250g Sahne

250g Schmand

geröstete Kürbiskerne (wer mag)

Muskat, Salz, Pfeffer, Chili

Zubereitung:
Kürbisfleisch und Kartoffeln in grobe Würfel schneiden. Zwiebeln fein würfeln und mit gepresstem Knoblauch in Butter andünsten. Dann das Kürbisfleisch und  die Kartoffeln hinzugeben.
Mit Wasser ablöschen. Brühwürfel hinzugeben und köcheln lassen bis alles gar ist.

Dann pürieren, Sahne hinzugeben und abschmecken mit Muskat, Chili, Salz und Pfeffer.
Schmand unterrühren und vor dem servieren mit den Kürbiskernen und Basilikum bestreuen.

 

Kürbisbrot (ideal für teuflisch scharfe Aufstriche)

Zutaten:

500 g Kürbisfleisch, ca.

1 walnussgroßes Stück frischen Ingwer

1 unbehandelte Zitrone

50 g Kürbiskerne

500 g helles Dinkelmehl(Typ 630)

1 Würfel frische Hefe

2 TL Zucker

3 TL Salz

Öl oder Butter für die Kastenform

Zubereitung:

Kürbisfleisch in Würfel schneiden. Mit 100ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Min. kochen, bis der Kürbis weich ist.
Dann den Kürbis absieben und den Sud auffangen. Den Kürbis pürieren und den Ingwer fein hacken. Die Zitrone fein abreiben und die Kürbiskerne fein hacken.
Das Mehl in eine Schüssel sieben und die Hefe zerbröselt hinzugeben. Das Ganze mit ca. 5 EL von dem Kochsud anrühren. Mit Kürbispüree, Ingwer, Zitronenschale, Kürbiskernen, Salz und Zucker gut durchkneten.
Den Teig zugedeckt und an einem warmen Ort etwa 45 Min. gehen lassen. Die Form fetten, mit Mehl bestäuben und den Teig hineinfüllen. Alles noch mal ca. 15 Min. gehen lassen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen und das Brot dann ca. 40 Min., bei Umluft 160°C, auf mittlerer Schiene backen.
Wer möchte kann es vorher den Teig noch mit etwas Wasser bepinseln und mit ganzen Kürbiskernen betreuen.

 

"Chili con Kürbis"

Zutaten:

5 orangefarbene Hokkaido-Kürbisse (á ca 1,2 Kg)

1 Zwiebel (ca 80 g)

2 Knoblauchzehen

1 Stange Staudensellerie (ca 120 g)

2 rote Chilischote

600 g Rinder- / Lammhackfleisch

1 Dose geschälte Tomaten 

1 Dose Kidneybohnen (425 ml)

1 EL Öl

Zubereitung:

Einen Kürbis vierteln, entkernen und schälen. 600 g Kürbisfleisch würfeln.
Von den übrigen 4 Kürbissen den Deckel abschneiden. Mit einem scharfen Messer Zacken in den Rand schneiden (zur Dekoration)

Zwiebel und Koblauch schälen und fein würfeln. Staudensellerie waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Chili waschen, entkernen und fein würfeln.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Sellerie, Knoblauch und Chili darin andünsten. Hackfleisch zufügen und krümelig anbraten. Tomaten etwas zerkleinern und zum Hack geben. Aufkochen und Kürbisfleisch dazugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
Inzwischen Kidneybohnen in ein Sieb gießen, kurz abspülen und abtropfen lassen und ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit unter den Hacktopf mischen.


Hacktopf in die verzierten Kürbisse geben und servieren.

 

Und dazu darf natürlich nicht der Kürbiskompott fehlen, den man aber schon ca. 1 Woche vorher fertig gestellt haben sollte. 🙂

Kürbiskompott süßsauer

Zutaten:

4 kg Kürbis

1 Liter Wasser

1/2 Liter Obstessig

750 g Südzucker Feinzucker

etwas Schale einer unbehandelten Zitrone

2 Stangen Zimt

1 Teelöffel Gewürznelken

1 Stück Ingwer

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, entkernen und in große Würfel schneiden. Die restlichen Zutaten aufkochen. Die Kürbisstücke darin portionsweise 10 Minuten kochen und dann mit einer Schaumkelle in die Gläser füllen. Danach die Flüssigkeit weitere 5 Minuten kochen lassen. Anschließend durch ein Sieb über die Kürbisstücke gießen, so dass sie mit Flüssigkeit bedeckt sind. Zimtstangen, Nelken und Ingwer auf die Gläser verteilen. Diese mit angefeuchtetem Gummiring, Deckel und Klammer verschließen.

Wer keinen Einmachtopf hat, kann auch die Fettauffangschale des Backofens benutzen.
Diese ca. 1 cm hoch mit Wasser füllen. Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Sobald in den Gläsern Perlen aufsteigen, den Backofen abschalten und 30 Minuten sterilisieren.

 
     
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Halloween – All Hallows’ Even

Veröffentlicht: 2008/10/31 in Wahrheiten
     
  Was ist das?

Das Wort „Halloween“, in älterer Schreibweise „Hallowe’en“ kommt von den Worten „All Hallows’ Even“ übersetzt Allerheiligenabend. Wie auch bei Heiligabend ist der Vorabend des Festtages gemeint, da aus liturgischer Sicht der Abend als Beginn des Folgetages zu zählen ist.

Das Allerheiligenfest, das sich von Rom aus verbreitete, wurde ursprünglich am 13. Mai gefeiert, das Datum wurde von Papst Gregor III. und endgültig von Gregor IV. auf den 1. November verlegt.

 

Unterschiedliche Meinungen

Um hier nichts falsche zu bringen habe ich zuerst mein Meyers Konversations-Lexikon zu Rate gezogen, denn es gibt da zu viele unterschiedliche Meinungen 🙂 Und da steht es nun folgendermaßen beschrieben: Legendenhaft und historisch nicht exakt zu beweisen ist eine direkte Verbindungslinie zu dem keltisch-angelsächsischen Fest des Totengottes „Samhain“.

Aus der Verbindung mit diesem Totengott sollen sich die Gebräuche zu Halloween ableiten, vor allem der Bezug auf das Totenreich und Geister. Diese Auslegung wird jedoch vielerorts bezweifelt, denn Cäsar erwähnt zwar einen keltischen Totengott, nicht aber seinen Namen. Daher wird die Existenz eines Totengottes namens Samhain von vielen Wissenschaftlern bezweifelt.

In den neueren Forschungen geht man davon aus, dass das Worte samhain die Feier des Sommerendes bedeutet, denn das Wort für Sommer ist auf keltisch samos, auf gälisch samhuinn und auf iro-gälische steht das Wort samain für Versammlung.  So nun aber genug aus der Spachwissenschaft:-)

Dazu muss man aber noch wissen, dass die Kelten nur 2 Jahreszeiten kann. den Sommer und den Winter. Der älteste wissenschaftlich belegbare Hinweis auf das Samhain-Fest entstammt dem Kalender von Coligny aus dem 1. Jahrh. n. Chr. Man kann jedoch davon ausgehen, dass das Fest über 5000 Jahre alt ist und dami zu den ältesten der Menschheit gehört.

Der Bezug zum Totenreich ergibt sich bei dieser Interpretation aus der Schlachtung des überzähligen Viehs zu Beginn des Winters, um für den Winter Vorräte zu schaffen. 

Eine andere Interpretation um den Bezug von Halloween zum Totenreich her zu stellen, ergibt sich aus den katholischen Feiertagen. So wird an Allerheiligen traditionell der Gemeinschaft der Heiligen gedacht, d.h. all derer, die nach christlichem Glauben das ewige Leben erlangt haben. An Allerseelen (2. November) hingegen sollte durch Gebete und Fürbitten sowie durch gute Taten (z. B. Geschenke an bettelnde Kinder) das Leiden der Toten im Fegefeuer gelindert werden.

 

Halloween als Fest

Egal, welcher Meinung man sich diesbezüglich anschließt, Fakt ist, dass Halloween ist keinesfalls eine amerikanische Erfindung ist! 

Halloween wurde ursprünglich nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem aber in Irland. Von dort kam es mit den vielen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die USA. Es blieb lange Zeit ein spezifisches Brauchtum dieser Volksgruppe. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es bald von den Kindern anderer Einwanderer übernommen und entwickelte sich langsam zu einem richtigen Volksfest in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Aus Nordamerika kam das Halloweenfest nach ganz Europa, wo es in stärker kommerzialisierter, vielfach veränderter Form gefeiert wird. So hat das Fest hier eher fröhlichen und weniger schaurigen Charakter als in Nordamerika.

Während in den Vereinigten Staaten  Schulklassenzimmer und öffentlich Plätze mit Hexenmotiven, mit Jack O’Lanterns (Laternen aus ausgehöhlten Kürbisse in Fratzenform)  und sonstigen schaurigen Accessoires geschmückt werden, herrscht der Halloween-Schmuck in Europa eher in Geschäften oder privaten Räumen vor. Auch die Aufforderung trick or treat„Süßes oder Saures“, also Süßigkeiten zu bekommen oder andernfalls einen Streich zu spielen, ist in Europa nicht verbreitet.

In den USA verkleiden sich Kinder und Erwachsene und wandern in ihrer Nachbarschaft von Tür zu Tür, um von den Leuten Süßigkeiten zu fordern, ansonsten drohen Streiche. Ähnliches ist hier in Europa beispielsweise aus der Freinacht (Walpurgisnacht) bekannt sind.

Vermutlich stammt dieser  Brauch jedoch nicht von den Kelten sondern aus einem europäischen Brauch etwa aus dem  9. Jahrhundert, als die Menschen von Dorf zu Dorf  wanderten und um  "Seelenkuchen", einen Kuchen aus Brot  und Johannisbeeren, baten. Für die erhalten Kuchen, beteten sie für die Seelen verstorbener Angehöriger des Spenders, damit diese leichter in den Himmel konnten.

 

Der legendäre Kürbis 🙂

Dazu gibt es eine Geschichte, die von Jack O´Lantern handelt und eben das "gruselige" von Holloween wiederspiegelt. Der Überlieferung nach war Jack ein geiziger, garstiger Hufschmied, der sogar den Teufel versucht hat über´s Ohr zu hauen.

Am Abend vor Allerheiligen erschien Jack, der in Irland in einer Wirtschaft saß, der Teufel und wollte ihn mit hinab in sein Reich nehmen. Doch Jack bot ihm seine Seele für einen letzten Drink an. Der Teufel willigte ein, und verwandelte sich in eine Münze. Schnell steckte Jack die Münze in seinen Geldbeutel, in dem ein silbernes Kreuz lag. Somit war der Teufel gefangen.

Jack erbat seine Seele für weitere 7 Jahre. Der Teufel willigte ein, und konnte sich wieder zurück verwandeln.

7 Jahre später, am Abend vor Allerheilligen, kam der Teufel zu Jack zurück. Dieser wollte einen letzten Gefallen vom Teufel erbeten: Er solle ihm doch als Henkersmahlzeiteinen einen Apfel vom Baum pflücken. Der Teufel konnte ihm den letzten Willen nicht verwehren, und kletterte hinauf. Blitzschnell zog Jack ein Messer und ritzte ein Kreuz in die Rinde des Baumes. Der Teufel war wiederrum gefangen.

Jack handelte zum letzten mal mit dem Teufel. Der Teufel willigte ein Jack´s Seele niemals zuholen.

Als Jack später starb, wurde ihm an der Himmelstür der Zutritt verwehrt, weil er sein Lebenlang geizig, falsch und hinterlistig gewesen war.

Daraufhin wurde er zu den Höllentoren geschickt. Der Teufel aber hielt sein Versprechen und nahm ihn nicht in die Hölle auf. Wütend warf er Jack ein Stück glühende Kohle hinterher. Jack legte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, um Licht für den Weg zu haben. Seither irrt er auf der Suche nach einer Bleibe umher, und weil die Kohle aus dem Höllenfeuer kam, leuchtet sie ewig seinen Weg – bis zum jüngsten Gericht.

Seit dieser Zeit gingen die Menschen dazu über, Gesichter in Rüben zu schnitzen, und in der Nacht zum ersten November vor dem Haus aufzubauen: Alles, um den Geistern glauben zu machen, an diesem Ort hause bereits eine verdammte Seele.

Die irischen Einwanderer verbreiteten die Geschichte von Jack dem Hufschmied in der neuen Welt. Da in Amerika Rüben nur wenig verbreitet waren, Kürbise aber gut und schnell fast überall angebaut werden konnten, wurde aus dem Rübengesicht bald die "Kürbislaterne" – der Jack O´ Lantern.

 
     

Alkohol am Steuer

Veröffentlicht: 2008/10/30 in Wahrheiten

Dies ist eine Geschichte, bei der ich trotz meine "Hartgesottenheit" den Tränen nahe bin.

Viele von Euch werden sie kennen. Aber ich will sie trotzdem bringen, denn sie ist wirklich gut und ich denke, vielleicht, ja vielleicht bleibt sie einem Menschen im Hinterkopf. Und der sagt dann beim nächsten Disco-/ Kneipenbesuch: "Nein danke!".

 

Wenn man wie ich eine Tochter hat, die nun flügge ist und gerade den Führerschein macht, dann hofft man von ganzem Herzen, dass so etwas nicht passiert.

Auch ich habe meiner Tochter beigebracht, Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen, auch nicht als Beifahrer! Denn in ein Auto mit einem alkoholisierten Fahrer ein zu steigen, kommt einem Selbstmordversuch gleich.

 

Das ALLES ist ganz und gar nicht COOL!

 

Also die Bitte meinerseits an ALLE jungen Erwachsenen die dies lesen:

SEIT COOLER ALS DIE ANDEREN und sagt

!! Alkohol am Steuer – NEIN DANKE !!

Denn so wie auf dem Bild, nimmt ein alkoholisierter Fahrer den Straßenverkehr wahr.

Es ist NICHT möglich, in diesem Zustand zu reagieren!

Man gefährdet nicht nur sich selber, sondern Andere auch!

Denkt auch mal an Eure Eltern, Freunde/-innen, Eure "Große Liebe", die dann hinterher fragen werden: "WARUM?"

 

 

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Warum Mami??

 

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken und so trank ich keinen Alkohol.

 

Ich fühle mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.

 

Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.

 

Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung – so verantwortungsvoll und fein.

 

Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Straße ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

 

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der Andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.

 

Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.

 

Ringsherum ist alles voller Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.

 

Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die Anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.

 

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken und ich werde sterben.

 

Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.

 

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.

 

Sag, meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich im Himmel bin, Mami, schreibt "Papi’s Mädchen" auf meinen Grabstein.

 

Jemand hätte es dem Anderen sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.

 

Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.

 

Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe:

 

ICH habe nicht vor dem Fahren getrunken,

warum bin ICH diejenige, die sterben muss?

 

 

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Es wäre schön, wenn DU auch dieses Geschichte in deinen Blog übernimmst.
Es ist so wichtig, dass die Menschen endlich verstehen, was Alkohol am Steuer wirklich anrichten kann!
Es passieren einfach noch viel zu viele Unfälle aufgrund von Alkohol auf den Straßen, bei denen immer wieder Unschuldige zu Tode kommen.


Hilf mit, diese Geschichte soll um die ganze Welt gehen.

 

 

Seit 2003 arbeitet die "Mobile Opferberatung gegen rechte Gewalt" Ich denke, nicht jeder kennt sie, aber man sollte diese Anlaufstelle in der heutigen Zeit kennen. Leider!

Der nebenstehende Link führt direkt zur Seite und ich werde ihn auch in meine Liste der Wichtigen Adresse im WWW aufnehmen.

Was ich da heute gelesen habe, darüber möchte ich EUCH informieren, denn Schutz von Seiten des Staates, den kann man wohl bald nicht mehr erwarten!

 

Das Amtsgericht Halle sprach am 29.10.08 zwei Neonazis vom Vorwurf der Nötigung einer Prozessbeobachterin frei. Die Mobile Opferberatung kritisiert den Freispruch als „Freibrief für Neonazis politische Gegner/-innen einzuschüchtern“. Das Verfahren war ein Lehrstück für Prozessstrategien der rechtsextremen Szene.

Zum Hintergrund

Am 22. Juni 2006 fand vor dem Verwaltungsgericht Halle eine Hauptverhandlung wegen der Beschwerde des u.a. als Veranstalter von Neonazi-Konzerten überregional bekannten Enrico M. gegen polizeiliche Maßnahmen auf seinem Grundstück in Sotterhausen statt. Zu der Verhandlung waren rund 30 bis 40 Neonazis aus ganz Sachsen-Anhalt und Thüringen angereist, darunter auch die beiden Neonaziaktivisten Matthias B.und Marcus G.

Kurz vor Beginn der Verhandlung wandte sich der damals 23-jährige B. an einen Polizeibeamten im Gerichtssaal mit der Behauptung, eine Prozessbeobachterin des Vereins Miteinander e.V. – der seit Jahren für sein unabhängiges Monitoring rechtsextremer Aktivitäten in Sachsen-Anhalt bekannt ist – habe angeblich in Halberstadt eine Körperverletzung begangen.

Ein mittlerweile klassisches Manöver von Neonazis, um persönliche Daten von ihnen missliebigen Personen zu erhalten und sie einzuschüchtern.

B. verlangte dann auch von dem Polizisten die Personalienfeststellung der jungen Frau. Der Beamte weigerte sich, für die Neonazis tätig zu werden. Allerdings stand er nach Verhandlungsbeginn auf und erklärte, im Saal befände sich eine Person, die einer Straftat bezichtigt werde. Deshalb sei die Polizei unterwegs.

Die Prozessbeobachterin verließ daraufhin den Gerichtssaal. Im Flur des Amtsgerichts wurde die Betroffene dann von den Angeklagten B. und G. bedrängt, festgehalten und geschubst. Der jungen Frau gelang es schließlich, in ein offenstehendes Gerichtsbüro zu flüchten. Kurz darauf trafen Polizeibeamte ein, nahmen ihre Personalien auf und fuhren sie schließlich zu ihrer eigenen Sicherheit bis zum Halleschen Steintor.

Der Prozess am Amtsgericht Halle
Obwohl die Staatsanwaltschaft Halle bereits Mitte Oktober 2006 Anklage wegen Nötigung gegen Matthias B. und Marcus G. erhob, begann erst mehr als zwei Jahre nach der Tat – am 22. Oktober 2008 – die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Halle.

Vor Gericht behaupteten die Angeklagten am ersten Prozesstag, sie hätten die Prozessbeobachterin ohne Anwendung von Gewalt lediglich mit Worten und indem sie ihr „den Weg versperrten“ am Flüchten hindern wollen, um der Polizei eine Personalienfeststellung zu ermöglichen.

Die Staatsanwaltschaft Halle hingegen wies in ihrem heutigen Plädoyer darauf hin, dass die beiden überregional bekannten Neonazis die Strategie umgesetzt hätten, die u.a. auch auf der neonazistischen Website Nationaler Beobachter Halle propagiert wurde, nämlich sich durch Anzeigen persönliche Daten von politischen Gegner/-innen zu beschaffen, um diese einzuschüchtern und zu bedrohen.

Das den Neonazis dabei jede Lüge Recht ist, zeigt sich auch in diesem Fall. Die Ermittlungen wegen Körperverletzung am Rande eines Neonaziaufmarsches in Halberstadt gegen die Prozessbeobachterin auf der Grundlage der Behauptungen von Matthias B. wurden mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.

Fazit
Die Folgen jedoch sind gravierend: seit dem Angriff im Amtsgericht (22.10.) sind Name, Wohnort und Foto der Prozessbeobachterin wiederholt auf einschlägigen rechten Websites veröffentlicht worden.

Zudem ist die Betroffene, die seit Mitte 2007 als Journalistin auch Neonaziaufmarsche begleitet, immer wieder Ziel beleidigender Sprechchöre durch Neonazis. Erstmalig wurden diese durch Matthias B. Mitte September 2007 bei einem Neonaziaufmarsch in Quedlinburg angestimmt.

„Das Gericht hat bewusst ausgeblendet, dass hier gezielt und mit Gewaltanwendung politische Gegnerinnen eingeschüchtert werden“, kritisiert eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung. „Der vorsitzende Richter ignorierte den neonazistischen Kontext des Vorfalls und stellte mit dem Freispruch organisierten Neonazis einen Freibrief für Hilfs-Sheriff-Tätigkeiten aus“, so die Sprecherin weiter. Denn in seiner Urteilsbegründung führte er aus, es müsse gestattet sein dafür Sorge zu tragen, dass Personalien von der Polizei auch tatsächlich festgestellt werden können.

 

Mein Fazit

Na da können wir uns ja auf einiges gefasst machen! Da wird eine Demokratie mit ihren eigenen Waffen geschlagen!

 

Da es jetzt doch mehr Beiträge im Blog zu diesem Thema geben wird, habe ich eine neue Kategorie GEGEN rechts! angelegt.

 

Quelle: www.mobile-opferberatung.de

Bei der NPD gehören Drohungen und die Zusammenarbeit mit militanten Neonazis zum Standard. Auch wenn sich die Parteispitze der NPD sich neuerdings als "gutbürgerlich" ausgibt.

Ja, das wollen sie den Menschen hier gern vorgaukeln.

Ja, so wollen Sie unsere Kinder für ihre Ziele gewinnen.

Aber die Wahrheit sieht anders aus. Hier nur einige Beispiele der letzten Wochen:

 

Erst vor 2 Wochen sorgte der NPD-Funktionär Sascha Söder aus Hessen für Aufsehen. Auf einer Demonstration gegen "Kinderschänder" rief er zur Selbstjustiz auf. Wie in einer Video-Aufzeichnung zu hören ist, bezeichnete er den Europaabgeordneten Cohn-Bendit als "Mitglied einer ganz besonderen Minderheit", worauf er auf seine Bekenntnis zum Judentum anspielte. Söder zufolge müsse man Leute wie Cohn-Bendit "an die Wand stellen".

 

Wenige Wochen zuvor hatte der Neonazi Kevin Schnippkoweit aus dem Umfeld der hessischen NPD-Spitze eine schlafende 13-Jährige schwer verletzt, als er dem Mädchen mit einem Klappspaten auf den Kopf schlug. Die 13-Jährige lag danach längere Zeit auf der Intensivstation, die Eltern bangten zwischenzeitlich um ihr Leben.

 

Zuvor hatte der Täter im Internet Hass-Videos verbreitet – mit Titeln wie "Deutscher, Augen auf! Du bist im Krieg!" Diese Videos wurden unter Mithilfe des damaligen NPD-Chefs erstellt. Dieser wurde mittlerweile zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, ein weiterer Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung steht noch an.

 

Bei der Kommunalwahl in Brandenburg im September schickte die NPD einen Kandidaten ins Rennen, der wegen einer tödlichen Hetzjagd auf einen Flüchtling verurteilt worden war.

 

Während der gleichzeitig in Bayern stattfindenden Landtagswahl kandidierte der mehrfach vorbestrafte Neonazi Norman Bordin für die NPD. Bordin war unter anderem an einem Skinhead-Überfall auf einen Griechen in München beteiligt. Der NPD-Funktionär war zudem bei einem Neonazi-Konzert gefilmt worden, als er dort den Hitler-Gruß zeigte und Parolen brüllte wie "Wir stellen die jüdische Drecksau, zum letzten entscheidenden Schlag! (…) Juden raus!"