Das Tauziehen um die Amalthea ist vorbei!

Veröffentlicht: 2010/07/15 in Hamas / PLO Co., Israel
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Das Schiff befand sich zwar am Mittwochnachmittag nur noch rund 23 Kilometer vom ägyptischen Hafen al-Arisch entfernt, fuhr aber so langsam, dass es erst am späten Abend anlegte.

Gespannt beobachtete Israel und die Welt die Provokation von Gaddafi. Die israelische Marine warnte die Besatzung mehrfach davor, die Seeblockade vor dem Gaza-Streifen zu brechen.

Im Verlauf des Mittwoch’s gab es unterschiedliche Angaben über den Kurs des Schiffes:

  • die israelische Armee erklärte, es steuere offenbar den ägyptischen Hafen al-Arisch an
  • die libysche Gaddafi-Stiftung, die den Transport organisiert, betonte jedoch, der Frachter Amalthea fahre wie geplant in Richtung Gaza.

Der österreichische Milliardär Martin Schlaff soll das Gezänk zwischen Israel und Libyen zu einem friedlichen Ende gebracht haben. Das berichtete die überregionale arabische Tageszeitung „Asharq Al Awsat“. Er nahm also zum israelischen Außenminister Avigdor Lieberman als auch zum libyschen Staatschef Muammar Gaddafi Kontakt auf.

Schlaff unterhält bereits seit vielen Jahren beste Beziehungen nach Israel. So zählte er zu den engsten Freunden Ytzak Rabins. Zu seinen derzeitigen Freunden zählen etwa Ariel Sharon und dessen Söhne Gilad und Omir auf der einen und hochrangige Palästinenser bis hin zu Gadaffi auf der anderen Seite.

Saif al-Islam al-Gaddafi hatte mit seiner Stiftung Gaddafi International Foundation of Charitable Associationsden Frachters Amalthea mit Hilfsgütern in den Gaza-Streifen gesendet.

Nun ist das Gezänk zu Ende. Es hat den ägyptischen Hafen von al-Arisch angelaufen.

Nach Angaben der ägyptischen Hafenbehörden soll die Ladung am Donnerstag oder Freitag gelöscht werden. Denn der Hafen war nicht auf die Lieferung vorbereitet und daher ist keine Kapazität frei 😦

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Kommentare
  1. Great idea, but will this work over the long run?

  2. jackdaw sagt:

    Hallo,
    mich würde eine Fortsetzung interessieren, was passierte mit der Ladung, Medikamente und so nach dem löschen, gibt es da vielleicht irgendwo Infos?

  3. Chawa sagt:

    Die Ladung ist an den ägyptischen Roten Halbmond weitergeleitet worden, der den Transport nach Gaza dann organisierte.

    • jackdaw sagt:

      … und was ist dann passiert?
      Ich weiß, daß ich viel verlange – zuviel.
      Aber ausgehend von anderen „Hilfslieferungen“ wird sich doch wohl noch ein „Geschäft“ mit dem Plunder machen lassen, ist eine Unterstellung, passiert aber weltweit.

  4. Chawa sagt:

    Ja, vermutlich macht da dann wieder einer groß Kasse in Gaza. Aber das ist doch eigentlich den Befürwortern der Gaza-Hilfe egal.
    Das ist eben immer so. Zumindest kann man Israel nicht vorwerfen, dass sie das Zeug nicht bekommen hätten.
    Zumindest übernimmt die International Islamic Relief die Verteilung. Was man von dem Laden halten soll, dazu diese Aussage : „Die Vereinten Nationen, die USA, die Philippinen, Indonesien und Kroatien verdächtigen die IIRO, mehr Politik als humanitäre Hilfe zu betreiben und sogar den islamistischen Terrorismus zu unterstützen.“
    Denn sie sind eng und auch familiär verknüpft mit Al-Qaida und der Abu Sayyaf-Gruppe.

    Na ja von gefälschten Fotos ganz zu schweigen 😦
    http://www.kybeline.com/2009/02/05/gefalschte-fotos-aus-gaza-fur-spendensammlung/

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