It’s not Gaza, it’s Hannover

Veröffentlicht: 2010/06/24 in Aktuelles, Antisemitismus
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Das Steine in Gaza gegen Israelis fliegen, dass ist man ja LEIDER schon gewöhnt.

Beleidigungen, Anpöbeln, das ist man LEIDER in Hannover auch schon gewöhnt

Aber das Steine fliegen, das ist in Hannover NEU.

Schön sieht sich die Werbung für den Stadtteil an. Das es so nach Illusionen der Stadtplaner sein könnte, das mag man gern glauben. 😦 Fakt ist aber, dass der Sahlkamp ein sozialer Brennpunkt in Hannover ist!

Hannover ist eine multikulturelle Stadt. Hier leben, arbeiten und studieren Menschen aller Nationalitäten zusammen. Aber am Wochenende kam es zu Ausschreitungen, die nun wirklich zu denken geben.

Die Tanzgruppe  „Chaverim“(„Freunde“) der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover, war am Wochenende bei einem multikulturellen Stadtteilfest in Hannover-Sahlkamp aufgetreten. Nach übereinstimmenden Darstellungen der Zuschauer haben bis zu 30 Kinder und Jugendliche vor allem libanesischer, palästinensischer, irakischer, iranischer und möglicherweise auch türkischer Abstammung  bereits bei der Ankündigung des Auftritts antisemitische Parolen gerufen und später Kieselsteine auf die acht erwachsenen Tänzer geschmissen und sie damit verletzt.

Der Stadtteil-Treff-Leiter Hajo Arnds bagatellisiert natürlich den Vorfall, hatte er doch  Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren nach dem Rufen der Parolen zur Rede gestellt. Aber das Reden half hat nicht. Es flogen die Steine.

Und die Polizei mochte der liebe Herr Arnds auch nicht rufen, denn das hätte sein so schön organisiertes Fest nur gestört!

Erst als der Hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil davon erfuhr, wurde von Seiten den Stadt Strafanzeige gestellt und die Ermittlungen aufgenommen.

Die Liberale Jüdische Gemeinde in Hannover äußerte sich unterdessen bestürzt über den Vorfall am Wochenende. „Das ist islamischer Antisemitismus“, urteilte die Vorsitzende Ingrid Wettberg am Dienstag.  Die Hannoversche Berichterstattung könnt ihr weiter unten als PDF lesen.

Fakt ist jedoch :

  • Einige Zuschauer berichteten am Dienstag von ihrem Verdacht, die Aktion sei möglicherweise vorbereitet gewesen, da einige Jugendliche bereits Kiesel in der Tasche gehabt hätten.
  • Die äußerst reizbaren Jugendlichen hätten auf Ordnungsrufe nach anfänglichen Parolen von Umstehenden aggressiv reagiert.
  • „Jude“ gelte als Schimpfwort, sagen Bewohner und Kenner des Stadtteils.
  • Unstrittig ist aber auch, dass Antisemitismus unter den palästinensischen und arabischen Jugendlichen.
  • Kritisch ist das zögerliche Eingreifen von Umstehenden und den Organisatoren!

Zwar räumte Stadtteil-Treff-Vorsitzender Arnds im Nachhinein ein, „es wäre besser gewesen, sofort die Polizei einzuschalten. In der Hektik der Situation habe er sich für eine Strategie der Deeskalation entschieden und versucht, beruhigend auf die Jugendlichen einzureden.“  Es wäre ja niemand ernsthaft gefährdet gewesen. Aber bitte, mal so ganz unter uns. Wie kann der liebe Herr Arnds DAS beurteilen???? An Steiewerfer hat er ja wohl vorher hoffentlich auch nicht gedacht, oder????? Denn wenn das der Fall gewesen wäre, waren die Sicherheitsvorkehrungen absolut unzureichend!!!!!

Zwei Steinwerfer sind zwar inzwischen identifiziert, aber der Rest der ca. 30 Jugendlichen wird sicher nicht ermittelt werden können.:-(

Presse aus Hannover:

Berichterstattung der HAZ vom 23.06.2010 / 1

Berichterstattung der HAZ vom 23.06.2010 / 2

Berichterstattung der HAZ vom 24.06.2010 / 1

Berichterstattung der HAZ vom 24.06.2010 / 2

Egal ob es den Islamisten oder Menschen, die ihre Solidarität mit den Palästinensern missbraucht, um antiisraelische  und antisemitische Stimmung zu produzieren, passt:

WIR leben in dieser Stadt und WIR sind kein bisschen leise!

We stand with ISRAEL

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Kommentare
  1. […] weiterer Blogbeitrag zu dem Thema: Antisemitismus in Hannover […]

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