5 vor 12 für Israel

Veröffentlicht: 2010/06/23 in Aktuelles, Israel
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Da kann Westerwelle aber stolz sein, was für einen gelehrigen Schüler er hat.

Westerwelle hat es mit den dekadenten Arbeitslosen und Entwicklungsminister Niebel, der sein Ministerium sowieso für überflüssig hält und viel lieber Außenminister wäre, gibt jetzt auch noch seinen Senf zu Israel dazu. Mit ihren proletenhaften Äußerungen zeigen sie, auf welchen Niveau deutsche Politiker sind. Von den großen Männern, die Deutschland einst lenkten ist nichts übrig geblieben.

Aber Niebel ist kein unbeschriebenes Blatt. Als Generalsekretär der FDP verglich er die Große Koalition mit der Nationalen Front der DDR – dem Bündnis der Parteien, das unter der Aufsicht der SED stand.

Mit seiner Aussage, es sei für Israel „fünf vor zwölf“, sorgte Dirk Niebel nicht nur in Israel für Aufregung, nein auch hierzulande muss er Kritik einstecken. SPD-Fraktionschef Steinmeier wirft ihm mangelndes diplomatisches Geschick vorwarf und bewertet dessen Äußerungen als „vordergründige Inszenierungen“.

Dirk Niebel, der als junger Mann ein Jahr lang in einem Kibbuz in Israel arbeitete, ist einfach in seinem Stolz gekränkt und verhält sich nun wie ein Kleinkind. Jede Regierung dieser Welt weiß Bescheid, dass Israel keine ranghohen Politiker nach Gaza einreisen lässt. Eine Ausnahme wurde in der Vergangenheit nur für den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und die EU-Außenministerin Catherine Ashton gemacht. Die Sicherheitsvorkehrungen bei diesen Besuchen waren immens. Denn würde ein ranghoher Politiker wie Gilad Shalit von der Hamas verschleppt, dann wäre auch Israel Schuld, weil es die Einreise erlaubt hat.

Sicher hätte sich Niebel geschmeichelt gefühlt, wenn sein Name in Zukunft zusammen mit dem des UN-Generalsekretär genannt würde. Eine Inszenierung, die er wohl wissend was er da anrichtet, hätte sein lassen müssen!

Da lobe ich mir den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ), der sich auf einer zweitägige Reise durch Israel und dem palästinensische Westjordanland befindet. In Jerusalem und Ramallah sind Treffen mit zahlreichen Spitzenpolitikern angesagt u.a. Israels Präsident Schimon Peres, Regierungschef Benjamin Netanjahu sowie von palästinensischer Seite Präsident Mahmud Abbas und Premier Salam Fajad. Der ist nicht so größenwahnsinnig, wie deutsche Politiker in letzter Zeit sind, allen voran die der Linkspartei und FDP.

Wochen nach den Ereignissen auf der Marmara wissen wir nun, nach Auswertung deren Bordkameras, dass ein wesentlicher Teil der Blockadebrecher auf diesem Schiff keineswegs humanitäre sondern vielmehr terroristische Ziele verfolgt haben.  Leider hat das die Berichterstattung über den Einsatz nicht positiv beeinflusst; die weltweite Verurteilung der Blockade ist sogar noch gestiegen. Es ist schon erstaunlich, dass die Menschen nur das hören wollen, was sie hören wollen 😦

Die internationale Öffentlichkeit tut so, als würden von den Palästinensern im Gazastreifen nur Feuerwerkskörper angezündet.

Für die Zivilbevölkerung auf israelischer Seite des Gaza ist es seit Jahren 3 vor 12.

Aber das will KEINER hören 😦

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