Ostergedicht von Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Veröffentlicht: 2009/04/11 in Gedichte

 

 

Wenn die Schokolade keimt,
Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
"Glockenklingen" sich auf "Lenzesschwingen"
endlich reimt,
Und der Osterhase hinten auch schon preßt,
Dann kommt bald das Osterfest.
Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen
Ostern naht auf Lenzesschwingen, – – –
Dann mit jenen Dichterlingen
Und mit deren jugendlichen Bräuten
Draußen schwelgen mit berauschten Händen – – –
Ach, das denk ich mir entsetzlich,
Außerdem – – unter Umständen –
Ungesetzlich.
Aber morgens auf dem Frühstückstische
Fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe, frische
Eier. Und dann ganz hineingekniet!
Ha! Da spürt man, wie die Frühlingswärme
Durch geheime Gänge und Gedärme
In die Zukunft zieht,
Und wie dankbar wir für solchen Segen
Sein müssen.
Ach, ich könnte alle Hennen küssen,
Die so langgezogene Kugeln legen.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Freunden schöne Tage!

Und nicht zu viel Naschen 🙂  *lach*

Nicht das mir hinterher wieder jemand erzählt, dass die Tastatur wieder verklebt ist *grins*

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Kommentare
  1. Alexandra sagt:

    Liebe Chawa…Auch ich wünsche dir ein paar schöne Ostertage…Die Lage bei mir hat sich etwas entspannt und ich hoffe das bleibt so….Liebe Grüße sendet dir Alex

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