Hannover zeigt am 1. Mai 2009 Flagge gegen BRAUN!

Veröffentlicht: 2009/02/09 in GEGEN rechts!

1. Mai 2009 – Keinen Meter den Nazis in Hannover!

So ist der Slogan hier z.Z. Stark engagiert sind Bürgerbewegungen, Interessenverbände,  Hochschulen und Uni.

Denn die  "Freien Kameradschaften" mit der NPD will den Feiertag der Arbeiterbewegung dazu nutzen, um ihr faschistisches Gedankengut zu verbreiten.

Sie reden von "Überfremdung" und hetzen gegen alle, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen.
Sie geben sich als Vorkämpfer für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus und tarnen dabei nur ihren Hass auf Demokratie und Andersdenkende. Sie werben mit dem Schlagwort eines "Nationalen Sozialismus" und meinen dabei eine faschistische Diktatur.

Sie wollen mit vermutlich 1000 Teilnehmenden vom ZOB zum Klagesmarkt und nach Linden marschieren. Ein Aufmarsch am traditionellen „Tag der Arbeit“ durch den multikulturellen Stadtbezirk, bedeutet eine nicht hinnehmbare Provokation. Denn mehr als 40% der Bewohnerinnen und Bewohner von Linden – Süd haben einen Migrationshintergrund.

Offenes, tolerantes und solidarisches Miteinander müssen unseren Stadtteil prägen!

Rechtsextremismus und Rassismus haben hier keinen Platz!

Alle Bündnis vereinen sich jetzt unter der Leitung von Gewerkschaften und demokratischen Parteien gegen diesen Naziaufmarsch. Hier un die Unterschriftenliste des DGB Niedersachsen-Mitte. Ziel der Aktion ist ähnlich, wie in Köln, eine breite Basis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Hannover zu mobilisieren und wenn möglich die zuständigen Behörden dazu zu bringen die Demonstration ab zu sagen! Unterschreiben kann JEDER, auch Menschen, die nicht in Hannover wohnen.

 

Hier nun die nächsten Termine:

  • 17.02. Bündnis gegen Nazis in Linden 19:00 Uhr Freizeitheim Linden
  • 19.02. Grünes Planungstreffen gegen Rechts 19:00 Uhr Petra K.-Klub, Senior-Blumenberg-Gang 1, 30159 Hannover (bis 21:00 Uhr)
  • 19.02. Aktionsbündnisses “Linden gegen Nazis” 19:00 Uhr, Kargah (Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit) Bettfedernfabrik 1 (Faust)
  • 26.02. Bündnis gegen den Naziaufmarsch 19:00 Uhr DGB-Haus, Otto-Brenner-Straße 1, 30159 Hannover

 

 Vorherige Beiträge zu dem Thema:

Offizielle Stellungnahmen zum "NPD-Kampftag"

Aufruf der NPD zum 1. Mai 2009 in Hannover

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Kommentare
  1. pяiиz uиveяzagt's Ma sagt:

    "Nationaler Sozialismus" klingt schon schlimm genug. Ich sehe mir den Link gleich mal an.

  2. pяiиz uиveяzagt's Ma sagt:

    "Ich / wir unterstütze/n den Aufruf „bunt statt braun. Keinen Meter- Gemeinsam gegen den Naziaufmarsch!" Mit einer Veröffentlichung meines / unseres Namens im Internet bin ich / sind wir einverstanden. (Angaben bitte deutlich lesbar.) Name, Vorname (bzw. genaue Bezeichnung der Institution, Initiative, Verband, Organisation, Partei etc.) Tel. und / oder E-Mail (nicht zur Veröffentlichung, nur zur Rückfrage bei Unklarheiten!)"- geht das denn wirklich nicht anders?

  3. Chawa sagt:

    Ja leider geht es in Deutschland nicht anders :-(Es werden ja nur Vor und Nachname ggf. veröffentlicht, wenn es hart auf hart kommt und die Stadt die Petition ablehrt.Es geht dem DGB ja darum, den Aufmarsch wie in Köln doch noch verhindern zu können.Und da brauchten die Namen gar nicht erst veröffentlicht werden, die Listen reichten.Es ist keine Aktion von mir, sondern vom DGB

  4. Minahasa sagt:

    Dieses Straßentheater ist schon ~40Jahre alt, deshalb gelingt es mir nicht mehr, mich darüber aufzuregen. Ich war seinerzeit bei den Anfängen der Gegendemonstrationen dabei, würde aber heute nicht mehr mitmachen (scheint für Internet-Phantome ja schwierig zu sein), weil es Zeit für 1 Programmwechsel ist. Es war beklemmend – damals in Hannover – mit jungen Nazis meines Alters zu diskutieren, die so brainwashed wie junge Christen waren und aus der deutschen Geschichte anscheinend nichts gelernt hatten. Sie malten das Gespenst der Überfremdung an die Wand, das sich später leider teilweise realisiert hat. Inzwischen bin ich selber Fremder und kann mich in Indonesien nicht annähernd so unverschämt benehmen, wie manche Ausländer in D. Ich bin sehr für Multikulti, nur funktioniert es leider nirgendwo. Wie wär‘s, die Straße dem Pöbel zu überlassen? Für die Polizei wesentlich übersichtlicher. Die beste politische Demonstration ist in 1 Demokratie das Kreuz auf dem Wahlzettel.

  5. Chawa sagt:

    @ TOMLieber Tom, ich akzeptiere deine Meinung voll.Nur weißte du meine Familie wäre wirklich größer, wenn man sich lange vor 33, als das ganze Spektakel anfing, gewehrt hätte.Wenn nicht, wie es bei uns in der Familie war, z.B. ein Onkel, der im 1. Weltkrieg einen Arm verloren hat – für Deutschland – und hoch dekoriert zurückkam predigte, "die tun uns nichts" Seine 2 Söhne waren ja auch gefallen.Na ja, überlebt hat er die Gaskammer – die es ja laut einem gewissen Bischof nie gab – leider nicht.Recht hat der Kardinal jedoch dahingehend, dass das raustragen der Leichen todlich war.Denn auch daran ist ein Teil der Familie noch nach der Befreiung aus dem KZ jämmerlich eingegangen ( sorry für den Ausdruck, aber die Qualen waren unmenschlich)Die Wahlen, ja da gebe ich denen gewiss nicht meine Stimme. Aber den Jugendlichen, die dieses mal zum 1. Mal wählen dürfen, den sollte man vor Augen führen, welchem Gedankengut sie sich da anschließen.Daher werde ich – auch im Rollstuhl – nicht müde werden, dagegen zu "kämpfen" :-)Ganz lieben Gruß an Dich und deine liebe Frau

  6. Minahasa sagt:

    Das ist nicht leicht zu kommentieren, Chawa, ich versuch’s trotzdem: Auch meine Familie gehört zu den Opfern – wenn auch nicht so kraß wie Deine – und ich wäre ganz woanders aufgewachsen. Wir sind uns nur darüber uneinig, ob Deine Reaktion 1 politische oder emotionale ist. Angeblich haben die abstoßenden Straßenschlachten in der Weimarer Republik viele ins rechte Lager getrieben, und ich vermute, daß dieses Theater noch 40 Jahre weitergehen kann, ohne daß die Nazis 1 relevante Kraft in D werden. Wobei man gegen konkreten Terror besser mit polizeilichen und juristischen Mitteln angeht. Als Student las ich im „Spiegel“ wie Deutsche im hamburger Türken-Ghetto weggeekelt wurden. Die bekamen nur von rechten Schläger-Trupps Hilfe. Wenn man sowas negiert oder nicht ernstnimmt, bekommt man die Quittung bei den Wahlen. Was die Jugendlichen betrifft, so wird es ihnen permanent in Schule und Kino vor Augen geführt – bis zum Überdruß. Ich erinnere mich an Stunden zum Thema Nazi-Kunst, wo manche meinten: „Ahh! Endlich mal was Schönes!“ Ganz schwierig! Auf der Straße entscheidet sich deren Wahl-Verhalten nicht. Schon gar nicht, wenn Nazis auf ihnen nicht gewährte Grundrechte verweisen können. Demokratie hat auch ihre häßlichen Seiten, es gibt aber keine Alternative. „1 nicht hinnehmbare Provokation“? Wer erklärt sich da zur moralischen Instanz, die über dem Recht steht? Ich hab solch Straßentheater erlebt, da kamen 1000 Gegendemonstranten und 10 Nazis. Das Gegenteil von Politik.ROLLSTUHL?Ich balle jetz nich die Faust zum Gruß, mach nur so ein kleines V.

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