EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner: „Israel läuft Gefahr, sein Image zu zerstören“.

Veröffentlicht: 2009/01/11 in Judaica

Meine Güte, hier geht es nicht darum, das Image eines Konzerns zu pflegen, sondern darum, den Staatsbürgern eine sichere Heimat zu bieten. Und in Israel zu leben, ist alles andere als sicher!

Mit europäischen oder amerikanischen Maßstäben ist der Nahe Osten sowieso nicht zu vergleichen. Hier in Deutschland wird auch viel diskutiert. Aber man solle sich mal folgende Szenarios vor Augen führen:

Ein an Deutschland angrenzendes Land würde

  • deutsche Soldaten kidnappen,
  • Raketen auf Deutschland schießen
  • regelmäßig Selbstmordattentäter schicken

Na ja, Frau Merkel würde sicher nicht mit den Aggressoren Tee trinken gehen, oder? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine deutsche, französische oder amerikanische Regierung solchen Angriffen so lange tatenlos zugeschaut hätte.

In Deutschland und der Welt wird immer wieder das Recht Israels auf Selbstverteidigung bekräftigt. Aber nur bis zu dem Zeitpunkt, wo Israel von diesem Recht Gebrauch macht.

Es mag hier in der westlichen Welt emotional verständlich sein, dass Bilder von der leidenden Zivilbevölkerung niemanden kaltlassen. Aber diese Entrüstung sollte nicht verdecken, wie es zu diesem Krieg kam.

Aggressor ist die Hamas nämlich und nicht Israel. Die Hamas  benutzt bewusst die Zivilbevölkerung als Schutzschild.

Denn da werden

  • Raketen aus Wohngebieten abgeschossen,
  • Schulen und Moscheen als Waffenlager missbraucht und sogar
  • Krankenhäuser bieten Zuflucht für Hamaskämpfer.

Und man sollte sich auch daran erinnern, dass Israel diesen Krieg nicht gesucht hat, sondern verhindern wollte. Premier Ehud Olmert hat mehrfach die Hamas gebeten, den am 19. Dezember 2008 auslaufenden Waffenstillstand zu verlängern. Ein Waffenstillstand, der dieses Wort nicht mal verdient, weil die Hamas sich nicht daran gehalten hat. Schließlich schlugen selbst während der halbjährigen „Feuerpause“ mehr als 500 Geschosse in Israel ein.

 

Leben im "Waffenstillstand" / Süden Israels

 

Olmert warnte aber auch vor den Folgen, falls der Raketenbeschuss auf Israel anhalten würde. Das war der Hamas gleichgültig, denn nur die Ideologie war wichtig.

Die letzten 8 Jahre hat Israel unter dem Raketenbeschuss aus Gaza gelitten. Mehr als 10.000 Raketen und Granaten sind in dieser Zeit auf Israel abgefeuert worden. Das ganze eskalierte sogar noch, als Israel sich 2005 aus dem Gazastreifen zurückzog. Denn in den ersten 4 Jahren wurden weniger Angriffe verzeichnet, als in den 3 1/2 Jahren seit Israels Rückzug. Gegen diese "Belohnung" für die Übergabe des Gazastreifens an die Palästinenser hat die Welt bis dato nichts unternommen.

Nun wehrt sich Israel.  

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Kommentare
  1. WhiteHaven sagt:

    Hallo Chawa,Hast du das Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 07.01.09 mit demisraelischen Friedensaktivist und Autor Uri Avnery über Gaza gelesen?

  2. Sternchen sagt:

    Hallo Chava, Du sprichst mir aus dem Herzen, genau das sind die Fakten, leider hat das Palästinensische Volk die Hamasgewählt und muß jetzt unter deren Fanatismus leiden. Auch ist wohl allen denkenden Menschen bewusst, das dies ein Krieg ist ,der geschürt und vorwiegend finanziertvom Iran ist, der sich offiziell nicht die Hände schmutzig machen will!!! Wenn es Israel nicht gelingt die Hamas so zu schwächen, das der Raketenbeschuß aufhört und die Grundlage für Friedensgespräche geschaffen werden kann, sieht es schlecht aus für die ganze Region! Liebe Grüße Sternchen

  3. Baby sagt:

    Genau…..ich würde auch nicht dauernd die Backe hinhalten. Irgendwann ist mal Schluss.

  4. .....der sagt:

    Hallo Chawa,meine Gratulation zu dieser Recherche und diesem Beitrag. Danke !!! Für manche Menschen ist die Wahrheit nicht akzeptabel oder sie wollen sie so nicht sehen.G. l. G. Jochen

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