Täglich sterben 5700 Menschen an AIDS

Veröffentlicht: 2008/12/01 in Aktuelles

Heute ist der 20. Welt-Aids-Tag. Trotz 20 Jahren Aufklärungsarbeit ist der Immunschwäche-Virus und somit die Krankheit noch immer nicht unter Kontrolle.

Auch nicht in Deutschland!

Daher ist es aus meiner Sicht Pflicht eines jeden Elternteils schonungslos mit den Kids über die Auswirkungen einer Ansteckung zu reden. Da hilft kein falscher Charme, kein Beschönigen, kein Desinteresse.

Nur AKTIV kann ich mein Kind schützen. Denn eine HEILUNG GIBT ES NICHT!

Hier einige aktuellen Zahlen:

  • Diesem Jahr haben sich insgesamt rund 2,5 Millionen Menschen neu infiziert, das sind täglich 6800 Menschen.
  • 2 800 HIV-Neuinfektionen allein in Deutschland pro Jahr!
  • Weltweit sind von HIV/Aids derzeit mindestens 33,2 Millionen Menschen betroffen.
  • Täglich sterben rund 5700 Menschen an Aids, im Jahr 2007 gab es damit ca. 2,1 Millionen Opfer.
  • Rund 50 Prozent der HIV-infizierten Neugeborenen sterben vor ihrem zweiten Geburtstag.
  • Weltweit gibt es rund 2 Millionen HIV-positive Kinder unter 15 Jahren, die meisten in den Entwicklungs- und Schwellenländern.

Auch in Deutschland stecken sich jährlich Menschen an. Und was diese Menschen außer der schweren Krankheit erwartet sind Ablehnung, Ausgrenzung, und Diskriminierung. Und zwar genau von dem Moment an, wo sie sich als HIV-positive zu erkennen geben.

Negative Reaktionen kommen besonders von Arbeitgebern, Arbeitskollegen und –kolleginnen, Lehrern, Freunden, Mitschülern und sogar leider aus dem engsten Familienkreis. Gründe dafür gibt es aus deren Sicht viele:

  • Unwissen über HIV
  • bewusste oder unbewusste Angst vor einer Ansteckung
  • Vorurteile gegenüber sogenannten „Randgruppen“ (ach wie ich dieses Wort HASSE)
  • Schuldzuweisungen an die Aidskranken

Egal welche Gründe da nun mitspielen, die Gesellschaft muss sich im Kampf gegen die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen engagieren. Denn die negative Folgen für die psychische Verfassung der Aids-Kranken ist enorm und die Auswirkungen auf ihr tägliches Leben gravierend.

Mein Fazit:

Jedes Elternteil hat die moralische Pflicht, sein Kind umfassend auf dieses Problem hin zu weisen und umfassend aufzuklären! Damit die Kids wirklich sagen können:

ICH GEB AIDS KEINE CHANCE!

Interessante Links: 

http://www.welt-aids-tag.de

http://www.weltaidstag.com

http://www.focus.de

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Kommentare
  1. Anette sagt:

    Die Zahlen sind wirklich mehr als erschreckend und es müsste sehr viel
    öfter darauf hingewiesen werden. Wenn ich daran denke, wie präsent das
    Thema in den 80ern war, als es fast noch Neuland war. Ich denke, es ist
    immer schwierig die Menschen zu sensibilisieren, wenn es um sogenannte
    Tabu-Themen geht und ich denke, dass AIDS zweifelsohne in den Köpfen
    der Menschen auch zu diesen Themen gehört. Hand aufs Herz … sicher
    haben viele ein mulmiges Gefühl, wenn sie einem HIV-Positiven Menschen
    auch nur die Hand geben – auch wenn sie bestens über die
    Übertragungswege Bescheid wissen. Mir geht es da nicht anders, auch
    wenn ich – vom Kopf her – weiß, dass es Blödsinn ist.

    Was unsere Kinder betrifft, da hast du natürlich völlig Recht. Ich
    würde da noch einen Schritt weiter gehen. Auch die Schulen müssten mehr
    in die Pflicht genommen werden. Meine Tochter ist 16 und ich kann mich
    nicht erinnern ob und wann das Thema überhaupt mal Schwerpunktthema im
    Unterricht war. Immerhin wurde einmal der Umgang mit Kondomen im
    Bio-Unterricht geübt – aber das war im Zusammenhang Verhütung von
    Schwangerschaft usw. und hatte mit AIDS nur wenig zu tun. Frag mal ein
    Kind, was es über AIDS überhaupt weiß.
    Darüberhinaus würde ich es sehr sinnvoll finden, wenn Jugendliche
    Kondome genauso wie die Pille kostenfrei auf Rezept bekommen würden.
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Jugendliche auf Kondome verzichten,
    weil sie ihnen einfach zu teuer sind und auch ihre Eltern nicht drum
    bitten würden welche für sie zu kaufen – den auch Sex ist (gerade für
    viele Jugendliche) ein Tabu-Thema. Da spielt es keine Rolle, wie
    aufgeklärt man ist, oder wie gut das Verhältnis zu den Eltern ist – so
    zumindest meine persönliche Erfahrung.

  2. . sagt:

    Meine liebe Freundin, mal wieder ein brisantes Thema. Auch ich möchte davor nicht die Augen verschließen, Stellung beziehen.
    Meine Kinder wurden von mir mehr als aufgeklärt und ich musste mir so manches mal von meinen ach so stinkfeinen Schwiegereltern sagen lassen: Musst du immer alles so direkt formulieren? Sie sind doch noch Kinder und du machst ihnen nur Angst. Lass das, hör auf damit.
    Diese Ignoranz stinkt mich heute noch an und ich bin froh, das diese Personen für mich keine Rolle mehr spielen. Meine Kinder sind dankbar, das sie eine so coole Ma haben, die nicht rot wird, wenn das Thema Sex zur Sprache kommt. Im Gegenteil, wir reden offen darüber und ich bin auch stolz, das es meine Kinder mit mir tun.
     
    Zur öffentlichen Aufklärung kann ich nur sagen, das in der Schule von meinem Sohn, welche auch Sabrina besucht hat, regelmäßig Projekttage zum Thema Aids durchgeführt werden. Es kommen Betroffene zur Diskussionsrunde, Eltern von bereits schwer Erkrankten, Berater aus Krankenkassen und und und. Ich finde das Klasse. Unsere Kinder bekamen Anschauungsunterricht, Videos gezeigt. Auch das richtige und korrekte Handhaben von Kondomen wurde gelernt ( es hat allen viel Spaß gemacht).
    Betroffen war mein Sohn von einem Homevideo einer jungen Frau, die ihre letzten Wochen festgehalten hat. Er sagte zu mir, das er diese eindringlichen Worte nie vergessen wird.
    Ich denke, das ich meinen Sohn zu einem verantwortungsbewussten jungen Mann erzogen habe und bin für die Unterstützung, welche ihm in der Schule zuteil wurde, dankbar.

  3. Chawa sagt:

    Also an der Schule meiner Tochter ist heute AIDS-Projekttag.Von der 5 bis zur 13. Klasse.Dazu kommen nicht nur Leute von der Aidshilfe. Seit 3 Wochen hat der 12. Jahrgang die Aufgabe, Referate zu diversen Themen vor zu bereiten, Infostände usw…Diese Referate wurden von den Lehrern korrigiert und die entsprechenden Schüler gehen heute in die unteren Klassen, um diese zu halten.Logischerweise gab es Zensuren darauf.Als ich vor Jahren fragte, warum die Großen die Kleinen unterrichten sollen bekam ich eine logische Erklärung:Sie sollen die Verantwortung lernen und es soll für sie ein Thema sein, über dass sie unbefangen sprechen können.

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