Wer sich mit dem Thema …

Veröffentlicht: 2008/11/26 in GEGEN rechts!

… Neonazis und Nationalsozialismus eingehender beschäftigt, den haut eigentlich so leicht nichts um. Fast wäre es aber der Fall gewesen 😦

Bei Zwiebelfisch schau ich immer mal wieder gern vorbei, denn es ist oft erheiternd zu lesen. Nicht jedoch dass, was ich dort heute Nacht gefunden habe.

Nein es ist kein Joke, es ist keine Montage, es ist REAL lesbar! Da werden in der Headline doch wirklich Pädagogen dazu aufgerufen, sich den Neonazis an zu schließen. So zumindest mein deutsches Sprachverständnis. Mag ja sein, dass beim Bildungsteam in Berlin-Brandenburg andere grammatikalische Regeln gelten als im übrigen Bundesgebiet, frage ist nur, in wieweit diese auch im pädagogischen Alltag angewendet werden.

 

Zumindest gibt es engagierte Pädagogin, der sicher diese Fortbildung schwänzen kann. Denn das Thema Holocaust, Geschichtsbewältigung und Geschichtsverständnis sind für eine Gymnasiallehrerin, Lektorin und Kinderbuchautorin aus Ratingen ein rotes Tuch. In ihrem Leserbrief vom 10.11. in der Westdeutschen Zeitung beklagt sich Eva Markert bitterlich über die „überflüssige Gedenkstunde“, die man anlässlich des Novemberpogroms in der dortigen Anne-Frank-Schule veranstaltet hatte.

Sie schreibt Der größte Teil der heute lebenden Personen hat nichts aber auch gar nichts mit diesen Geschehnissen zu tun. Die wenigen Personen, die diese Zeit noch miterlebt haben sind Zeugen. Weiter nichts.“

Nun beschwert sich diese nette Frau Markert in diversen neuen Leserbriefen und Online-Seiten, dass eine regelrechte Hetzkampagne gegen sie im Gange sei. Na ja dachte die gute Frau etwa, dass alle Juden hier in Deutschland noch immer unter dem Opferlamm-Syndrom leiden???

 

Kann Sie eigentlich nachvollziehen, was es heißt, seit 1945 an von SS-Männern zerschlagenen Hüften zu leiden, nicht mehr richtig laufen zu können, NUR weil die Religion nicht die richtige war?? Was haben die kleinen Kinder damals den Menschen getan??? Na ja aus Sicht von Frau Markert scheint das ja nicht so schlimm zu sein, auf Krücken und Rollstuhl angewiesen zu sein, oder???

Genauso gut könnte man eigentlich in dieser Diskussion verlangen, den Volkstrauertag ab zu schaffen. Dann, ja dann würde aber ein Aufschrei durch die Bevölkerung gehen, denke ich.

 

Die kompletten Gedanken von Frau Markert kann man nachlesen unter Leserbriefe Westdeutsche Zeitung.

 

Ich kann mich hier nur dem Gesagten eines wirklich großen Mannes anschließen: Ignatz Bubis sel. A.

Im Grunde genommen meine ich heute, dass ich die Falschen besucht habe. Ich hätte nicht die Schüler, sondern die Lehrer aufsuchen müssen!

Das komplette Interview habe ich als PDF hinterlegt.

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