Politiker – Rechtsextremismus

Veröffentlicht: 2008/11/01 in GEGEN rechts!

Also rechte Äusserungen, Angriffe gegen Ausländer, Parolen gegen Minderheiten, ja das alles ist man ja von der NPD, den Neonazis und allen rechtsextremen Elementen unserer demokratischen Gesellschaft gewöhnt.

Aber es kommt noch dicker, denn nach dem Interwiew von "laut gegen nazis"  mit dem CDU Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum habe ich mich ein bisschen schlau gelesen, ob es eigentlich Politiker von demokratischen Parteien gibt, die auch dieser Auffassung sind.

Hier einige Ergebnisse meiner Recherche:

 

Der sächsische CDU-Politiker Volker Schimpff machte bereits 2000 von sich Reden als Vorsitzender des Verfassungs- und Rechtsausschusses – gesagt hatte, sein Mitleid hielte sich in Grenzen, wenn ein Verbrecher in seinem Heimatland „bei der Arbeit Ketten an den Füßen hätte“ oder für Disziplinverstöße „die in Afrika und Asien vorgesehenen Peitschenhiebe kriegte“.

Trotzdem bekam er das Bundesverdienstkreuz, man höre und staune.

Aktuell sagte Schimpf über j. Haider nach dessen Tod, er habe Politik für das Volk gemacht. «Ich nenne so jemand einen Demokraten», erklärte Schimpff. Haider habe sich seit langem auch «zu der einen deutschen Nation bekannt, der er auch seine österreichische und Kärtner Heimat zugehörig sah». Er habe sich damit auch um «unser Volk verdient gemacht».

 

Der sächsischen Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche (bis 2006 CDU) begrüßt die Debatte um Patriotismus, "um endlich vom Schuldkult herunterzukommen" und damit "Deutschland nie wieder von Multi-Kulti-Schwuchteln in Berlin regiert wird".

Bereits 2003 schwadronierte der 47-Jährige über das Wahlverhalten türkischstämmiger Deutscher und sagte, es sei "vergebliche Liebesmüh", um deren Stimmen zu werben: Eher werde "einem Muslim die Hand abfaulen", als dass er CDU wähle. Später räumte er ein, bei einer Burschenschaftsveranstaltung gesagt zu haben, es sei offensichtlich, dass "in unsere auf Pump finanzierten Sozialsysteme der letzte Ali aus der letzten Moschee Zuflucht nehmen kann"

 

Juden hätten, so dozierte Martin Hohmann (bis 2004 CDU), eine zentrale Rolle in der russischen Oktoberrevolution gespielt. Schließlich seien etwa die späteren Politbüro-Mitglieder Leo Trotzki, Lew Kamenew und Grigorij Sinowjew Juden gewesen.

Dann ergänzte der Hobbyhistoriker: "Auch bei der revolutionären sowjetischen Geheimpolizei, der Tscheka, waren die jüdischen Anteile außergewöhnlich hoch." Zar Nikolai II. sei von einem Juden ermordet worden. Daher, so schloss er seinen historischen Exkurs, "könnte man Juden mit einiger Berechtigung als Tätervolk bezeichnen".  

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Kommentare
  1. pяiиz uиveяzagt's Ma sagt:

    ja, wenn man das so liest, könnte man glatt meinen, der Holocaust sei eigentlich bloß Beihilfe zum Selbstmord gewesen. bah. gruselig. Halloween und überall Kürbisköpfe.

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