18.9.1952 – ein schwerer Tag für Charlie Chaplin

Veröffentlicht: 2008/09/18 in Personen / Persönlichkeiten

Charlie Chaplin musste wiederholt vor dem Komitee für "unamerikanische Aktivitäten" – House Un-American Activities Committee – aussagen, da man ihm kommunistische und marxistische Ideologien nachsagte. Der FBI-Chef J. Edgar Hoover, ein erbitterter Gegner Chaplins, versuchte, diesem wiederholt die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen. Obwohl Chaplin seine größten Erfolge in den USA errang, behielt er seine britische Staatsangehörigkeit. Er selbst sah sich als Weltbürger.

Charles Chaplin war liberal, kritisch, Pazifist und passte daher nicht ins Bild der Regierung von einem Filmstar. Auch stieß man sich an seinem Lebenswandel, denn Chaplin war in der Bevölkerung überaus beliebt und parodierte hintergründig auch die amerikanische Gesellschaft. Deshalb war er für den Staatsapparat verdächtig. Ihm wurde mangelnde Verfassungstreue vorgeworfen.

Am 18. September 1952 verließ Chaplin die Vereinigten Staaten für einen Kurzbesuch in England. Anlass war die Weltpremiere seines dort spielenden Films Rampenlicht. Als Hoover davon erfuhr, verhinderte er durch ein Verfahren (wegen subversiver Tätigkeiten) Chaplins Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Dieser beschloss, in Europa zu bleiben, zog im Dezember 1952 in die Schweiz und ließ sich im Anwesen Manoir de Ban oberhalb Corsier-sur-Vevey am Genfersee nieder.

Sein Leben im Unterhaltungsgeschäft umfasste fast 65 Jahre, von Auftritten in der Music Hall als Kind bis zu seinem Tod im Alter von 88 Jahren. 1919 gründete er zusammen mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks und David Wark Griffith die Filmgesellschaft United Artists.

Links

Das Charlie Chaplin Museeum

Pressetext zum 30. Todestag

Rampenlicht

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