Walter Reed – eine bahnbrechende Entdeckung

Veröffentlicht: 2008/09/13 in Personen / Persönlichkeiten

Walter Reed wurde am 13. September 1851 in Belroi / Viginia geboren und starb am 22. November 1902 in Washington, D.C.

Er war ein Pathologe und Mikrobiologe und wurde durch seine Arbeiten über das Gelbfieber berühmt. Seine Theorie, dass Gelbfieber durch Mücken übertragen wird, anstatt durch direkten Kontakt gab den Anstoß zu neuen Bereichen der Epidemiologie und der Biomedizin.

 

  • 1869 er schließt sein Studium an der University of Virginia mit dem Grad eines M.D. im Alter von nur 19 Jahren
  • 1870 Reed erwirb einen zweiten M.D. am Bellevue Hospital Medical College der New York University und lässt sich als Arzt nieder.
  • 1876 heiratete er Emily Lawrence, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Zusätzlich adoptierte das Paar noch ein indianisches Mädchen.
  • 1881 Trat er in das U.S. Army Medical Corps ein und war bis 1893 im amerikanischen Westen tätig. Daneben bildete er sich medizinisch-wissenschaftlich fort, u. a. in der Pathologie des Johns Hopkins University Hospital.
  • 1893 erhielt er eine Professur für Bakteriologie und Klinische Mikrobiologie an der neu eröffneten Army Medical School in Washington, D.C.. Nach Ausbruch des 1899 reiste er ; nach Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Krieges nach Kuba, um dort die medizinischen Probleme der amerikanischen Armee zu studieren. Die Verluste der amerikanischen Armee durch Krankheiten, insbesondere Gelbfieber, waren in diesem Krieg weit höher als durch die eigentlichen Kampfhandlungen. Die Studien von Reed und Mitarbeitern zeigten, dass das Gelbfieber nicht, wie vielfach vermutet durch verschmutzte Kleidung oder Ausscheidungen übertragen wurde, sondern durch Moskitostiche. Entscheidend für die Bekämpfung des Gelbfiebers wurde daher der Schutz vor Moskitostichen z. B. durch Moskitonetze. Durch die Arbeiten von Reed und seinen Mitarbeitern wurde der Bau des Panamakanals in den Jahren 1904 – 1914 erst möglich. Ein versuchter Kanalbau unter der Leitung von Ferdinand de Lesseps in den Jahren 1881-1889 war unter anderem aufgrund der sehr hohen Todeszahlen durch das nicht beherrschbar gewesene Gelbfieber gescheitert.
  • 1901 kehrte er aus Kuba zurück und veröffentlichte seine Arbeiten über das Gelbfieber. Aufgrund dieser Arbeiten erhielt er zahlreiche Ehrungen, u.a. von der Harvard University und der University of Michigan.
  • 1902 im Alter von 51 Jahren starb Walter Reed an Peritonitis (Entzündung des Bauchfells). Er ist auf dem Arlington National Cemetery begraben.

Links

Walter Reed Army Medical Center

Universität von Virginia

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